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Christen und Muslime müssen reden

EVING Ein wirklich "heißes" Thema ist derzeit der geplante Bau eines Minaretts an der Hessischen Straße. Dies bekamen auch die Mitglieder des CDU-Stadtbezirks sowie des Arbeitskreises Integration während der Podiumsdiskussion im Vereinsheim St. Barbara zu spüren.

von Von Felix Püschner

, 25.10.2007
Christen und Muslime müssen reden

Auf dem Podium: (V.l.) NRW-Integrationsbeauftragter Thomas Kufen, Moderator Dirk Strehl, Adem Sönmez und der Leiter des Arbeitskreises Integration, Tim Frommeyer.

Der sachliche Dialog zum Thema "Integration als verdrängtes Problem oder verkannte Chance?" drohte zeitweise zur Grundsatzdiskussion über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen zu werden.

NRW-Integrationsbeauftragter Thomas Kufen als Gast stellte fest, dass es überall durchaus Integrations-Probleme gebe. Genau aus diesem Grund benötige man einen stärkeren Dialog zwischen Christen und Muslimen. Von der Stadt erwarte er, dass die Integration der ausländischen Mitbürger als ganzheitliche Aufgabe angesehen werde.

Kufen machte deutlich: "Muslimische Mitbürger haben durchaus ein Recht darauf, ihre Religion angemessen auszuleben. Eine Art kulturellen Rabatt darf es jedoch nicht geben. Vorrang sollten in erster Linie das friedliche Zusammenleben und die gute Nachbarschaft haben."

Debatte um das Minarett

Genau an diesem Punkt entfachte auch wieder die Debatte um den geplanten Minarettbau. Wozu überhaupt ein Minarett? Stört der Muezzin-Ruf letztlich nicht sogar das nachbarschaftliche Verhältnis von Christen und Muslimen?

Adem Sönmez, der Vorsitzenden des Moschee-Vereins, stellte fest: "Gerade die älteren Muslime fühlen sich hier nicht wirklich heimisch. Ein Minarett könnte da helfen. Ich finde es schade, dass man unseren Wunsch nicht akzeptiert." Die Anwohner hingegen fürchten um ihre Ruhe.

Auch nach diesem Abend herrscht offensichtlich noch gehöriges Konfliktpotential. Es gilt demnach abzuwarten, ob Christen und Muslime in punkto Minarett möglicherweise aufeinander zugehen und gemeinsam einen Kompromiss finden.

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