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Christoph Konrad neuer CDU-Vorsitzender

Große Zustimmung

BOCHUM Ganz im Zeichen des personellen Neuanfangs und dem Landtagswahlkampf stand der vorgezogene Kreisparteitag der CDU Bochum. Dabei zeigte der eindringliche Appell des neuen Vorsitzenden Christoph Konrad Wirkung.

von Von Thomas Aschwer

, 20.02.2010
Christoph Konrad neuer CDU-Vorsitzender

Der scheidende CDU-Kreisvorsitzende Klaus Franz (li.) gratuliert seinem Nachfolger Christoph Konrad zu seinem guten Wahlergebnis.

In seiner Vorstellungsrede hatte der frühere Europa-Abgeordnete die Partei eindringlich zu großer Geschlossenheit aufgerufen. Die Christdemokraten nahmen sich den Aufruf zu Herzen. 172 der 195 abgegebenen Stimmen -  also rund 90 Prozent - entfielen auf Konrad. Bei seinem zweiten Anlauf für den Parteivorsitz hatte er diesmal keinen Gegenkandidaten. Vor zehn Jahren war das anders. Seinerzeit trat er gegen Klaus Franz an und unterlag. Franz stellte sich am Samstagmorgen in der Wattenscheider Stadthalle nicht zur Wiederwahl.

Im Rückblick des scheidenden Vorsitzenden nahmen die Wahlkämpfe im vergangenen Jahr einen breiten Raum ein. "Sie haben die Mitglieder bis an die Grenze der Kräfte belastet." Unumwunden gab Klaus Franz zu, "dass man insgesamt mit den Ergebnissen nicht zufrieden sein kann. Wir haben viele Wechsel- und Protestwähler", so sein Fazit. Aber auch innerparteilich gab es in den letzten Monaten einige Probleme. Dabei ging es vornehmlich um organisatorische Fragen. Es sei nicht eine Entscheidung der CDU Bochum gewesen, sich mit dem Kreisverband Gelsenkirchen einen Geschäftsführer zu teilen. Zwar hat Bochum seit Jahresbeginn mit David Schary wieder einen eigenen Geschäftsführer. Allerdings ist die Stelle auf 25 Wochenstunden begrenzt und zunächst einmal bis Ende 2010 befristet.

Unwidersprochen stellte der stellvertretende Kreisvorsitzende Hans Balbach fest, dass die vergangenen zehn Jahre für Franz sicherlich keine einfache Zeit gewesen seien. Fünfmal war der Vorsitzende mal mit besseren, mal mit schlechteren Ergebnissen gewählt worden. Bei seinem Abschied bedauerte er öffentlich, dass er aufgrund seiner beruflichen Belastung nicht mehr Zeit habe investieren können. "Ich habe die zehn Jahre aber als spannend empfunden." Für die Zukunft wünscht der neue Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion seiner Partei, "dass sie den richtigen Weg findet".

Sein Nachfolger Christoph Konrad hat auf dem Kreisparteitag schon einmal skizziert, wie er aussehen könnte. Mit Blick auf die letzten Wahlergebnisse steht für ihn grundsätzlich fest, dass "es nicht so bleiben kann wie es ist'". Angesichts des enormen Mitgliederschwunds - in den 80er Jahren hatte die CDU Bochum noch 4000 Mitglieder, jetzt nicht einmal mehr die Hälfte - kann sich Konrad gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Kreisverbänden vorstellen. Dabei hat er auch besonders die Feiertage wie den 3. Oktober im Blick. "Wir sind die, die diese Tage öffentlich begehen."

Zwischen den einzelnen Wahlgängen stellten sich auch die drei Landtagskandidaten David Schary, Christian Haardt und Dirk Schmidt vor. Sie fuhren teils heftige Geschütze gegen die anderen Parteien auf. Erst die CDU habe Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren auf den richtigen Weg gebracht. Diskussionen gab es zu dieser Position natürlich nicht, so wie es auch keine Stellungnahmen zum Bericht des Kreisvorsitzenden und des Kreisschatzmeisters gab.