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Christoph Schlingensief ist tot

Einer der einflussreichsten und wichtigsten Künstler, Christoph Schlingensief, ist mit nur 49 Jahren an einem Krebsleiden gestorben.

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Der an Lungenkrebs erkrankte Regisseur Christoph Schlingensief ist tot.
Der an Lungenkrebs erkrankte Regisseur Christoph Schlingensief ist tot.

Foto: dpa

Christoph Schlingensief und seine Frau Aino Laberenz  im März 2010 im Rathaus in Düsseldorf bei der Verleihung des Käutner-Preises.
Christoph Schlingensief und seine Frau Aino Laberenz im März 2010 im Rathaus in Düsseldorf bei der Verleihung des Käutner-Preises.

Foto: dpa

Schlingensief startet in einem Rennanzug, der stark an das Outfit der Ferrari-Fahrer erinnert, am im Mai 2004 in Recklinghausen seine "Wagnerrallye". Bei der viertägigen Aktion fuhren zehn Teams durch das Ruhrgebiet und beschallten dabei über Dachlautsprecher die Straßen mit Orchesterstimmen aus Wagner-Opern. Die Aktion gehöret zum Programm der Ruhrfestspiele.
Schlingensief startet in einem Rennanzug, der stark an das Outfit der Ferrari-Fahrer erinnert, am im Mai 2004 in Recklinghausen seine "Wagnerrallye". Bei der viertägigen Aktion fuhren zehn Teams durch das Ruhrgebiet und beschallten dabei über Dachlautsprecher die Straßen mit Orchesterstimmen aus Wagner-Opern. Die Aktion gehöret zum Programm der Ruhrfestspiele.

Foto: dpa

Schlingensief sitzt im Mai 2004 in Recklinghausen zusammen mit der Ziege "Parsival" in einem Wagen seiner "Wagnerrallye". Bei der viertägigen Aktion fuhren zehn Teams durch das Ruhrgebiet und beschallten dabei über Dachlautsprecher die Straßen mit Orchesterstimmen aus Wagner-Opern. Die Aktion gehöret zum Programm der Ruhrfestspiele.
Schlingensief sitzt im Mai 2004 in Recklinghausen zusammen mit der Ziege "Parsival" in einem Wagen seiner "Wagnerrallye". Bei der viertägigen Aktion fuhren zehn Teams durch das Ruhrgebiet und beschallten dabei über Dachlautsprecher die Straßen mit Orchesterstimmen aus Wagner-Opern. Die Aktion gehöret zum Programm der Ruhrfestspiele.

Foto: dpa

Christoph Schlingensief führt im März 2005 in der Manufaktur Schorndorf seine Kunstaktion "Schlingensief intim" auf. Dabei liest er aus seinem Bayreuth-Tagebuch vor und bereitet zugleich auf der Bühne eine Pute zu, die der 44-Jährige hier am Ende verteilt. Zudem sprach er über seine Reise nach Island und über die umstrittene Flick-Collection.
Christoph Schlingensief führt im März 2005 in der Manufaktur Schorndorf seine Kunstaktion "Schlingensief intim" auf. Dabei liest er aus seinem Bayreuth-Tagebuch vor und bereitet zugleich auf der Bühne eine Pute zu, die der 44-Jährige hier am Ende verteilt. Zudem sprach er über seine Reise nach Island und über die umstrittene Flick-Collection.

Foto: dpa

Schlingensief (l) und Alfons Eberz (Parsifal) proben im August 2006 die Wiederaufnahme von Richard Wagners Oper «Parsifal» in Bayreuth.
Schlingensief (l) und Alfons Eberz (Parsifal) proben im August 2006 die Wiederaufnahme von Richard Wagners Oper «Parsifal» in Bayreuth.

Foto: dpa

Schlingensief (2.v.l.) unterhält sich 2004 beim Staatsempfang der bayerischen Staatsregierung anlässlich der Bayreuther Festspiele im Neuen Schloss in Bayreuth mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel (weiter l-r), dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und dem neun gewählte Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso. Ganz links steht Merkels Ehemann Joachim Sauer.
Schlingensief (2.v.l.) unterhält sich 2004 beim Staatsempfang der bayerischen Staatsregierung anlässlich der Bayreuther Festspiele im Neuen Schloss in Bayreuth mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel (weiter l-r), dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und dem neun gewählte Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso. Ganz links steht Merkels Ehemann Joachim Sauer.

Foto: dpa

Schlingensief und Irm Hermann proben im Januar 2003 auf der Berliner Volksbühne ihren Auftritt als «Mutter» und «Sohn» in dem Stück «Atta Atta - Die Kunst ist ausgebrochen». «Atta Atta» ist zugleich Babysprache und Anspielung auf Mohammed Atta, einen der Attentäter des 11. September. Zwischen diesen Polen bewegt sich auch die Inszenierung. Wieder einmal möchte der Regisseur mit der Kunst die Welt retten. Dafür hat er sich auf der Bühne sein eigenes Kinderparadies aufgebaut, in dem er sich zusammen mit seinen Mitspielern exzessiv austobt. Dabei zitiert er reichlich aus eigenen Werken, gestaltet Gemälde mit der Kettensäge, dirigiert zu Wagner- Klängen ein unsichtbares Orchester, lässt eine blutige Schweinehälfte auf die Bühne werfen und einen ausgestopften Hasen auftreten.
Schlingensief und Irm Hermann proben im Januar 2003 auf der Berliner Volksbühne ihren Auftritt als «Mutter» und «Sohn» in dem Stück «Atta Atta - Die Kunst ist ausgebrochen». «Atta Atta» ist zugleich Babysprache und Anspielung auf Mohammed Atta, einen der Attentäter des 11. September. Zwischen diesen Polen bewegt sich auch die Inszenierung. Wieder einmal möchte der Regisseur mit der Kunst die Welt retten. Dafür hat er sich auf der Bühne sein eigenes Kinderparadies aufgebaut, in dem er sich zusammen mit seinen Mitspielern exzessiv austobt. Dabei zitiert er reichlich aus eigenen Werken, gestaltet Gemälde mit der Kettensäge, dirigiert zu Wagner- Klängen ein unsichtbares Orchester, lässt eine blutige Schweinehälfte auf die Bühne werfen und einen ausgestopften Hasen auftreten.

Foto: dpa

Die Jury-Mitglieder Christoph Schlingensief und Tilda Swinton beim Photocall der Berlinale-Jury im Februar vergangenen Jahres in Berlin.
Die Jury-Mitglieder Christoph Schlingensief und Tilda Swinton beim Photocall der Berlinale-Jury im Februar vergangenen Jahres in Berlin.

Foto: dpa

Schlingensief steht  im Sommer 2006 vor der Eröffnung seiner Ausstellung "Animatograph" im Museum der bildenden Künste in Leipzig. Für fünf Monate wurde im Museum die große Installation "Animatograph" gezeigt, die auf Schlingensiefs "Parsifal" - Inszenierung bei den Richard Wagner-Festspielen 2004 in Bayreuth zurückgeht.
Schlingensief steht im Sommer 2006 vor der Eröffnung seiner Ausstellung "Animatograph" im Museum der bildenden Künste in Leipzig. Für fünf Monate wurde im Museum die große Installation "Animatograph" gezeigt, die auf Schlingensiefs "Parsifal" - Inszenierung bei den Richard Wagner-Festspielen 2004 in Bayreuth zurückgeht.

Foto: dpa

Schlingensief 1996 in Berlin bei Dreharbeiten zu seinem Film "Die 120 Tage von Bottrop - Der letzte Neue Deutscne Film".
Schlingensief 1996 in Berlin bei Dreharbeiten zu seinem Film "Die 120 Tage von Bottrop - Der letzte Neue Deutscne Film".

Foto: dpa

Schlingensief stehtim Jului 2005 in Köln vor seiner "Church of Fear"("Kirche der Angst"). Die "Kirche der Angst" wurde zu Beginn des Irakkrieges im März 2003 von Schlingensief und weiteren acht Initiatoren als offenes Angstbündnis gegründet und soll die politische Auseinandersetzung fördern.
Schlingensief stehtim Jului 2005 in Köln vor seiner "Church of Fear"("Kirche der Angst"). Die "Kirche der Angst" wurde zu Beginn des Irakkrieges im März 2003 von Schlingensief und weiteren acht Initiatoren als offenes Angstbündnis gegründet und soll die politische Auseinandersetzung fördern.

Foto: dpa

Christoph Schlingensief, aufgenommen beim Start seines Projektes eines Operndorfes in Burkina Faso.
Christoph Schlingensief, aufgenommen beim Start seines Projektes eines Operndorfes in Burkina Faso.

Foto: dpa

Schlingensief (r) fotografiert neben Francis Kere, dem Architekten des «Operndorfes», in Burkina Faso.
Schlingensief (r) fotografiert neben Francis Kere, dem Architekten des «Operndorfes», in Burkina Faso.

Foto: dpa

Schlingensief steht im Sommer 2002 vor der Firma des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Möllemann in Düsseldorf neben einem Huhn, das er später aussetzte. Im Rahmen der so genannten Aktion 18 verbrannte Schlingensief auch eine Strohpuppe, auf der das Bild des israelischen Ministerpräsidenten Scharon klebte, zerriss FDP-Plakate und kippte tote Fische auf eine israelische Fahne. Außerdem schüttete er eine Mixtur aus Patronenhülsen, Daunen, Waschpulver und Walsers umstrittenen Roman "Tod eines Kritikers" in ein mitgebrachtes Klavier. Mit der Aktion wollte Schlingensief gegen Möllemanns israel-kritische Äußerungen demonstrieren. Mit seinen antisemitischen Äußerungen habe "Möllemann uns um Jahre zurückgeworfen".
Schlingensief steht im Sommer 2002 vor der Firma des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Möllemann in Düsseldorf neben einem Huhn, das er später aussetzte. Im Rahmen der so genannten Aktion 18 verbrannte Schlingensief auch eine Strohpuppe, auf der das Bild des israelischen Ministerpräsidenten Scharon klebte, zerriss FDP-Plakate und kippte tote Fische auf eine israelische Fahne. Außerdem schüttete er eine Mixtur aus Patronenhülsen, Daunen, Waschpulver und Walsers umstrittenen Roman "Tod eines Kritikers" in ein mitgebrachtes Klavier. Mit der Aktion wollte Schlingensief gegen Möllemanns israel-kritische Äußerungen demonstrieren. Mit seinen antisemitischen Äußerungen habe "Möllemann uns um Jahre zurückgeworfen".

Foto: dpa