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Chrysler Sebring Cabrio: Vier Open-Air-Logenplätze

Hamburg (dpa-infocom) - Ein Bentley Azure oder ein Rolls Royce Phantom Drophead Coupé sind zwar noch etwas länger - doch unter den bürgerlichen Cabrios gibt es keines von solch stattlichem Format wie den Chrysler Sebring.

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Das Chrysler Sebring Cabrio bietet mit seinen markanten Linien eine schicke Optik. (Bild: Chrysler)

Bei einer Gesamtlänge von fast fünf Metern brauchen die Hinterbänkler keine Platzangst haben. (Bild: Chrysler)

Die Frisur sitzt: Fahrer und Beifahrer spüren selbst bei flotter Fahrt nur ein laues Lüftchen. (Bild: Chrysler)

Viel Plastik und tristes Grau - ein Highlight ist der Becherhalter, der kühlen und heizen kann. (Bild: Chrysler)

Beim Sebring Cabrio hat der Käufer die Wahl zwischen Hardtop und Stoffverdeck. (Bild: Chrysler)

Die große Klappe vom Kofferraum ist so schwer, das man sie nur mit Mühe geöffnet und wieder geschlossen bekommt. (Bild: Chrysler)

Mehr Bodenhaftung beim Preis

Schließlich misst er beinahe fünf Meter und tendiert damit gewaltig in Richtung Oberklasse. Entsprechend üppig sind die Platzverhältnisse und das Kofferraumvolumen, nur auf der Rechnung bewahren die Amerikaner ihre Bodenhaftung: Mit einem Grundpreis von 29 990 Euro kostet der Sebring deutlich weniger als Konkurrenten wie der Volvo C70, der Audi A4 oder der 3er BMW.

Der Kunde hat die Wahl zwischen Helm und Haube

Als einziger Cabriohersteller lässt Chrysler den Kunden beim Sebring die Wahl zwischen Helm oder Haube. Denn während die Konkurrenten entweder ein Stoffverdeck oder ein versenkbares Hardtop anbieten, verkaufen die Amerikaner kurzerhand beides. Gegen einen Aufpreis von 2620 Euro oder in Verbindung mit dem stärkeren Motor liefern sie den Sebring auch mit festem Verdeck aus und preisen den Viersitzer damit als alltagstaugliches Auto für das ganze Jahr an. Zumal sein Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 371 Litern auch für den Urlaub und zur Not sogar für einen kleinen Umzug taugt.

Ein Platz an der Sonne auf allen vier Plätzen

Im Prinzip liegen sie damit richtig. Denn auch wenn es im Fond nicht ganz so geräumig ist wie bei einer klassischen Fünf-Meter-Limousine, wird eine Ausfahrt für Hinterbänkler nicht zur Zumutung. Dank der weit aufschwingenden Türen und der automatisch nach vorn fahrenden Sessel kommt man problemlos auf den Sitz, und dass einem bei offenem Verdeck ordentlich der Wind durch die Haare fährt, sollte im Cabrio keinen stören. Außerdem kann man ja sonst die Plätze wechseln. Denn vorn weht selbst bei flotter Fahrt nur ein laues Lüftchen. Ist das Dach bei Schmuddelwetter geschlossen, gibt einem die feste Haube das gute Gefühl von Behaglichkeit, und sobald am Himmel ein paar blaue Flecken auftauchen, genügt ein Druck auf die Taste am Zündschlüssel oder den Schalter im Cockpit - und im Gemüt der Passagiere geht die Sonne auf.

Im Alltag bleibt viel Freude auf der Strecke

Soweit zur Theorie. In der Praxis allerdings bleibt viel von der Freude auf der Strecke: Das Interieur ist durchweg in tristem Grau gehalten und mit scharfen Kanten im harten Plastik so lieblos zusammengeschraubt, dass es selbst Spielwarenhersteller besser hinbekommen hätten. Auch der Kofferraum ist bei aller Größe wenig praxisgerecht. Die riesige Klappe ist so schwer, dass man sie kaum auf- und erst Recht nicht mehr richtig zubekommt. Die aufwendige Mechanik für das Hardtop lässt das Gepäckabteil reichlich zerklüftet erscheinen; die bewegliche Trennwand im Kofferraum, die den Verdeckteilen ihre Bewegungsfreiheit garantiert, ist ebenso unhandlich wie instabil.

Reisen statt Rasen ist die Devise

Unter der von markanten Rillen durchzogenen Motorhaube bieten die Amerikaner die Wahl zwischen einem zwei Liter großen Diesel mit 103 kW/140 PS und einem V6-Benziner, der mit 2,7 Litern Hubraum für amerikanische Verhältnisse fast schon klein ausfällt. Er leistet 137 kW/186 PS und ist gekoppelt an eine Automatik, die wunderbar sanft und gelassen ihre sechs Gänge sortiert und perfekt zum gemächlichen Bummel über den Boulevard passt. Viel ambitionierter sollte man es allerdings auch nicht angehen lassen. Reisen statt rasen ist die Devise bei einem maximalen Drehmoment von 256 Newtonmetern und einem Gewicht von fast zwei Tonnen. Nicht umsonst braucht der Sebring 10,3 Sekunden bis Tempo 100 und erreicht nur 196 km/h. Und auch der Verbrauch von 10,5 Litern ist nicht eben rekordverdächtig.

Preis und Ausstattung sind attraktiv

Während sich der Amerikaner in Punkto Fahrkultur und Fahrdynamik noch ein paar Scheiben von der - allerdings deutlich teureren - Konkurrenz aus Europa abschneiden kann, ist er seinen Wettbewerbern bei der Ausstattung um Längen voraus: Vier Airbags und ESP haben zwar alle, auch ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz und eine Verdeck-Fernbedienung sind keine Seltenheit. Selbst Lederpolster oder die Navigation mit Festplatten-Jukebox gibt es mittlerweile anderenorts. Doch Becherhalter, die man wahlweise heizen oder kühlen kann, machen den Sebring einzigartig. Und noch etwas hebt ihn aus dem Kreis der Konkurrenten heraus: die umfassende Garantie. Während die Konkurrenz in der Regel nur zwei Jahre einsteht, übernimmt Chrysler für glatte sechs Jahre die Haftung bei allen wichtigen Bauteilen.

Fazit: Aus dem Sommerflirt wird nur langsam eine Liebe fürs Leben

Kühlen Rechnern macht das die Entscheidung leicht - zumal die Garantie übertragbar ist und damit den Wiederverkauf erleichtern dürfte. Wer dagegen mit dem Herzen auswählt, der wird - günstiger Preis hin, großes Platzangebot her - ein wenig Zeit mit dem Cabrio brauchen, bevor der Sommerflirt zur Liebe fürs Leben wird.

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