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City-Triathlon: So entsteht mitten in der Stadt ein Schwimmbecken

WITTEN Europa-Premiere in Witten: Zum ersten Mal wird am Wochenende, 30./ 31. August, ein Triathlon komplett im Zentrum einer Innenstadt ausgetragen. Dafür hat das Triathlon-Team Witten am Freitag auf dem Parkplatz des Saalbaus ein mobiles Schwimmbecken aufgebaut.

von Von Alexander Füten

, 29.08.2008
City-Triathlon: So entsteht mitten in der Stadt ein Schwimmbecken

Voller Körpereinsatz ist beim Aufbau des Schwimmbeckens von Nöten. Hier werden gerade die Beckenränder, eine Stahlkonstruktion, in die Plane des Beckens geschoben

Die Vorbereitungen für den 1. Sparkassen City-Triathlon laufen auf Hochtouren. Richard Gutt beobachtet das wilde Treiben hinter dem Parkhotel. Der Sportliche Leiter des Triathlon-TEAM-Witten ist für all das verantwortlich.

Er hatte die Idee, einen richtigen Triathlon – also Schwimmen, Radfahren und Laufen – in der Wittener Innenstadt zu veranstalten. Seit Jahren bestimmen die Wittener Vereine das Triathlon-Geschehen in der Bundesliga mit. Da passt es, dass Witten auch für eine europaweite Premiere sorgt. Denn in einer Innenstadt fand bisher noch nie ein richtiger Triathlon mit integrierten Wettkämpfen statt.

Ein portables Schwimmbecken macht dies nun möglich. Die französische Firma „williwaw“ stellte das Becken, 20 m breit und 25 m lang, zur Verfügung. Zwei französische Mitarbeiter kamen am späten Donnerstagabend in Witten an, Freitag begannen sie pünktlich um 8 Uhr mit dem Aufbau.

Rainer Altenberend von den Stadtwerken Witten beobachtet das bunte Treiben und erklärt die einzelnen Arbeitsschritte. „Drei große Teile des Schwimmbeckens müssen miteinander verbunden werden. Mit einem Schweißbrenner werden die Plastikteile zusammengeklebt. Anschließend wird eine Stahlkonstruktion, der Beckenrand, aufgebaut.“ Der Clou ist jedoch: Das Becken ist selbsttragend. Dies wird deutlich, als die Stadtwerke beginnen, das vorbereitete Becken zu fluten. Weiße Stützen an den Seiten dienen der Stabilität. Mit zunehmenden Wasserpegel richten sich diese auf. „Eigentlich ganz simpel“, sagt Rainer Altenberend.

Etwas improvisiert werden musste dennoch. Da die Beckenränder nicht stabil genug zum Abdrücken bei der Wende sind – beim Triathlon geht es schließlich um jede Sekunde – ging es noch schnell in den Baumarkt, um stabile Wände aus Holz zu zimmern. „Das übernehmen das technische Hilfswerk und die Feuerwehr“, so Altenberend. Richard Gutt freut sich beim Anblick des Beckens immer mehr auf das Wochenende. „Ich bin froh, wenn heute abend das Wasser drin ist.“

Auch Uwe Günther vom DLRG ist vor Ort. Bereits am Samstag, einen Tag vor dem eigentlichen Wettkampf, nutzt die DLRG das Becken für zahlreiche Aktionen. „Wir sind mit 15 Helfern hier, arbeiten alle Hand in Hand, sonst geht es nicht“, sagt er. Auch die Wechselzone wird noch Freitag aufgebaut, ein langer Tag für die Helfer. Aber lohnen wird es sich mit Sicherheit.