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Clownsvisite im Marien-Hospital

Kinderstation

"Lachen ist die beste Medizin", heißt es. Und im Wittener Marien-Hospital scheint sich das ein Stück weit zu bewahrheiten. Denn seit Dezember sind auf der Kinderstation einmal in der Woche Clowns zu Gast.

WITTEN

von Von Susanne Linka

, 25.08.2010
Clownsvisite im Marien-Hospital

"Dann tschüss", die Clownsfrauen Stift und Friedel verabschieden sich mit ihrer Tigerente wieder von Aleyna Cöcelli und ihrer Mutter Delek.

Chefarzt Dr. Jan-Claudius Becker weiß das zu schätzen. „Wenn ein Kind beim Clownsbesuch lacht, weiß ich, dass die Talsohle durchschritten ist“, zieht er eine positive Bilanz aus den Besuchen der Spaßmacher. Zwei Tage später seien dann beispielsweise die Blutwerte der kleinen Patienten meist wieder besser.Anschub zur Gesundung Ein Gratmesser für den Genesungsfortschritt und ein Anschub zur Gesundung gleichzeitig: „Die Ausschüttung von Endorphinen beim Lachen ist gesund“, formuliert es der Chefarzt. Als der Rotary Club Witten mit seiner Idee für die Clownsvisite auf ihn zukam, rannten sie bei ihm daher offene Türen ein. „Ich wusste schon aus einem anderen Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, wie wichtig soetwas ist“, betont der Mediziner, der vor drei Jahren ans Marien-Hospital kam.Kosten von 20.000 Euro pro Jahr Die Kosten von knapp 20.000 Euro pro Jahr für die Clownsvisiten haben zunächst die Rotarier getragen. Wenn im Dezember dieses erste Jahr vorüber ist, ist für die nächsten zwölf Monate schon eine Anschlusslösung in Sicht. Die Kosten dafür werden sich die Rotarier, die Kinderklinik des Marien-Hospitals und der Bochumer Verein Clownsvisite teilen. Er schickt insgesamt 13 Spaßmacher - meist freiberufliche Schauspieler - in die verschiedensten Projekte. Alle Beteiligten hoffen, dass das Marien-Hospital Ende 2012 die Bezahlung für die Einsätze im Wittener Krankenhaus dann komplett übernimmt.