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Crashtests belegen erhöhtes Risiko an Autobahnbaustellen

Wildhaus (dpa/tmn) Baustellen sind tückisch - vor allem auf Autobahnen. Das Unfallrisiko ist dort höher als auf Landstraßen. Schon bei Tempo 50 kann ein Crash tödliche Folgen haben. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, solche Gefahren zu verringern.

Crashtests belegen erhöhtes Risiko an Autobahnbaustellen

Frontal in die Signalwand: Werden mobile Warneinrichtungen mit einem Aufprallschutz versehen, sinkt das Verletzungsrisiko für die Insassen des Unfallautos. Foto: Dekra

Autobahnen gelten als vergleichsweise sicher, doch an Baustellen sind sie nach Einschätzung von Unfallforschern sogar gefährlicher als Landstraßen. Welche gravierenden Folgen typische Unfälle auf enger geführten oder verschwenkten Fahrspuren haben können, zeigen Crashtests der Dekra. Die Ergebnisse hat die Sachverständigenorganisation am Donnerstag (28.6.) vorgestellt.

In einer Situation ließen Unfallforscher der Dekra und der Axa-Versicherung einen Kleinwagen bei einem Tempo von 50 Stundenkilometern in einem Baustellenbereich mit verschwenkten Fahrbahnen leicht versetzt in den Gegenverkehr rasen, wo ein Auto mit ähnlicher Geschwindigkeit unterwegs war. Weil im Frontbereich die Fahrgastzelle des Kleinwagens regelrecht zerquetscht wurde, sei beim Fahrer im Ernstfall mit tödlichen Verletzungen zu rechnen, lautet das Fazit der Unfallforscher.

In einer anderen Situation prallte ein Pkw mit Tempo 75 in das Heck eines stehenden Lkw, der als mobile Warneinrichtung den Beginn einer Baustelle markieren sollte und mit einem Aufprallschutz versehen war. Weil solche Konstruktionen zusätzlich zur Knautschzone des Pkw Kollisionsenergie aufnehmen, sinke das Verletzungsrisiko für Fahrer und andere Fahrzeuginsassen. Anpralldämpfer an Signalwänden von Baustellen könnten daher Leben retten, sagte Dekra-Unfallforscher Jörg Ahlgrimm. In Deutschland seien sie noch zu selten anzutreffen, kritisierte er.

Für mehr Sicherheit könnte auch sorgen, wenn Fahrbahnen öfter als bislang mit mobilen Leiteinrichtungen voneinander getrennt würden. Sogenannte Rüttelstreifen am Rand von Spuren, die beim Überfahren laute Geräusche und Vibrationen im Lenkrad verursachen, seien ebenfalls sinnvoll.

Autofahrern raten die Unfallforscher, auf eng geführten Fahrbahnen nicht zu überholen und stattdessen hintereinander versetzt zu fahren. Zu vermeiden sei vor allem im Baustellenbereich jede Ablenkung - zum Beispiel durch das Bedienen des Autoradios. Gefragt sei höchste Konzentration. «Viele vergessen, dass ein Fahrer bei 80 km/h in jeder Sekunde Unaufmerksamkeit 22 Meter im Blindflug zurücklegt», sagte Bettina Zahnd, Unfallforscherin bei der Axa Winterthur.

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