Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Crowdfunding nur bei Uneigennützigkeit absetzbar

Berlin. Viele Menschen sammeln für gemeinsames Projekt: Crowdfunding. Manchmal lässt sich diese Investition sogar von der Steuer absetzen. Doch dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Crowdfunding nur bei Uneigennützigkeit absetzbar

Beim Crowdfunding investieren viele Menschen ihr Geld in ein gemeinsames Projekt. Unter Umständen ist dies auch steuerlich absetzbar. Foto: Jens Wolf

Steuerzahler, die einem Start-up unter die Arme greifen, können ihre Unterstützung für das Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen bei der Steuer geltend machen. Doch nicht jede Form des Crowdfundings wird anerkannt.

„Nur wenn die Unterstützung uneigennützig erfolgt und an einen gemeinwohlorientierten Empfänger geht, können Zahlungen als Spende abgesetzt werden“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler mit Blick auf Vorgaben des Bundesfinanzministeriums. Danach sind Zahlungen in Rahmen eines klassischen Crowdfundings nicht als Spende absetzbar. Denn die Unterstützer erhalten regelmäßig eine Gegenleistung für ihr Engagement, zum Beispiel in Form eines technischen Gegenstandes. Ähnlich verhält es sich beim Crowdinvesting, wo der Unterstützer dem Start-Up - wie bei einem Bankkredit - ein Darlehen mit Zinsen gibt. Auch diese Zahlung wird nicht als Spende anerkannt.

Anders ist die Lage beim sogenannten Spenden-Crowdfunding. Dabei werden Spendensammlungen organisiert, die in der Regel ein festes Sammlungsziel haben. Nur bei Erreichen des Ziels leitet das Crowdfunding-Portal die eingesammelten Mittel an die jeweiligen Projektveranstalter weiter. Weder die einzelnen Zuwendenden noch das Crowdfunding-Portal erhalten dafür eine Gegenleistung. Stellt das Crowdfunding-Portal die Mittel dann für einen gemeinnützigen Zweck zur Verfügung oder leitet sie an eine steuerbegünstigte Organisation weiter, handelt es sich um eine abzugsfähige Spende.

„Unterstützer sollten sich daher gut informieren, ob sie die Zahlung steuerlich absetzen können“, rät Klocke. Als Faustformel gilt: Gibt es eine Gegenleistung, ist der Abzug als Spende ausgeschlossen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Steuerrat

Lassen sich Wildtierschäden bald bei der Steuer absetzen?

Berlin. Wenn Wildtiere wie Wildschweine und Biber den eigenen Garten als Spielwiese nutzen, kann schnell ein großer Schaden entstehen. Bisher lassen sich die Ausgaben für die Beseitigung nicht steuerlich geltend machen. Aber eine Änderung ist in Sicht.mehr...

Steuerrat

Biberschäden: Eigentümer können Finanzamt nicht beteiligen

Köln. Mensch und Tier leben nicht immer einträchtig zusammen. Mitunter richten wilde Tiere Schäden auf Grundstücken an. Und das kann teuer werden. Das Finanzamt kann man daran aber nicht beteiligen.mehr...

Steuerrat

Erben müssen womöglich Steuer für Verstorbenen machen

Berlin. Stirbt ein Mensch, stehen seine Erben für dessen steuerlichen Pflichten ein. Sie profitieren von Steuererstattungen - müssen aber auch bei möglichen Nachzahlungen einstehen. Was ist zu beachten?mehr...

Steuerrat

Bitcoin-Verkauf kann Steuerpflicht auslösen

Berlin. Der Handel mit der digitalen Währung „Bitcoin“ wird vom Gesetzgeber als Spekulation betrachtet. Deshalb können ab einem bestimmten Gewinn Steuern anfallen. Entscheidend dabei ist der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf.mehr...

Steuerrat

Eindeutige Angaben helfen beim Verfassen der Steuererklärung

Berlin. Bis Ende Mai sollten die Einkommensteuererklärungen für 2017 beim Finanzamt sein. Wer möchte, dass seine Erklärung so schnell wie möglich bearbeitet wird, kann das selbst beeinflussen. Doch worauf kommt es an?mehr...