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Cynthia Nixon will Gouverneurin von New York werden

New York. Wer sich am Filmset gut vor der Kamera macht, gibt oft auch vor Presse und Publikum eine gute Figur ab. Cynthia Nixon aus „Sex and the City“ wagt den Wechsel in die Politik und spricht bei der Verkündung ihrer Kandidatur gleich einige kritische Themen an.

Cynthia Nixon will Gouverneurin von New York werden

Cynthia Nixon zieht es in die Politik. Foto: Jason Decrow/AP

Ronald Reagan, Arnold Schwarzenegger und jetzt auch Cynthia Nixon: Die aus der TV-Serie „Sex and the City“ bekannte Schauspielerin wagt wie andere Darsteller vor ihr den Sprung in die amerikanische Politik.

Die 51 Jahre alte Nixon will Gouverneurin des US-Bundesstaats New York werden, wie sie am Montag ankündigte. Ihre Chancen gegen Amtsinhaber Andrew Cuomo bei der Wahl im November gelten allerdings als begrenzt.

„New York ist meine Heimat. Ich habe noch nie woanders gelebt. Aber etwas muss sich ändern“, sagte Nixon in einem Videoclip zu ihrer Kandidatur. Unter anderem sprach sie dabei das Gesundheitswesen, die hohe Zahl von Gefängnisinsassen und das marode U-Bahnsystem in New York an. „Wir haben Politiker satt, denen es mehr um Schlagzeilen und Macht geht als um uns.“

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass Nixon im November gegen Cuomo antreten wolle. Der Demokrat, der als relativ beliebt gilt, ist derzeit in seiner zweiten Amtszeit und will für eine dritte antreten. Laut einer Umfrage des Siena College in Albany im Norden des Staats kommt Cuomo auf 66 Prozent Zustimmung der Wähler, Nixon auf 19.

Nixon, die in der zwischen 1998 und 2004 ausgestrahlten HBO-Serie „Sex and the City“ die zynische Anwältin Miranda Hobbes spielte, hat sich in der Vergangenheit häufiger vor allem zu bildungspolitischen Fragen geäußert. Sie hat zwei Kinder aus einer früheren Beziehung und ist seit 2012 mit der Aktivistin Christine Marinoni verheiratet, das Paar hat einen Sohn.

Der Wechsel von der Schauspielerei in hohe politische Ämter ist in den USA nicht unüblich. Bekanntestes Beispiel ist US-Präsident Ronald Reagan (1981-1989), der vor seiner politischen Laufbahn beim Studio Warner Bros unter Vertrag stand und in Dutzenden Filmen und TV-Serien mitspielte. Kaliforniens früherer Gouverneur Arnold Schwarzenegger (2003-2011) spielte unter anderem in den „Terminator“-Filmen mit und gewann einen Golden Globe. Beide wurden mit einem Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood ausgezeichnet.

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