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DAK-Studie: Krankenstand in NRW leicht gestiegen

Düsseldorf. An jedem Kalendertag sind im Schnitt 4,1 der Erwerbstätigen in NRW krank geschrieben - leicht mehr als im Vorjahr. Mit dem Wandel der Arbeit ist der Krankenstand vor allem auf ein Problem zurückzuführen: Rückenschmerzen.

DAK-Studie: Krankenstand in NRW leicht gestiegen

Eine Frau fasst sich mit beiden Händen an den Rücken. Foto: Arno Burgi/Archiv

Der Krankenstand bei Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt lag er 2017 bei 4,1 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Jahr zuvor, wie aus einer Umfrage der DAK-Krankenkasse unter ihren Mitgliedern hervorgeht, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Das heißt, dass an jedem Kalendertag 4,1 Prozent der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen krank waren.

Die Quote entspreche dem bundesweiten Durchschnitt, teilten die Autoren mit. Insgesamt lag demnach für nahezu die Hälfte aller Erwerbstätigen in NRW im vergangenen Jahr mindestens eine Krankschreibung vor.

Allerdings variiert der Krankenstand zwischen einzelnen Berufsgruppen deutlich. So lag er etwa im Verkehrssektor, bei Lagerarbeitern und Kurierdienstfahrern sowie im Gesundheitswesen mit 4,9 Prozent stark über dem Durchschnitt, wohingegen die Quote in den Bereichen Rechtsberatung und Unternehmensdienstleistungen wenig überraschend mit 3,2 Prozent deutlich niedriger lag.

Auch zwischen Frauen und Männern gibt es Unterschiede. Die Frauen kamen auf 4,5 Prozent, während der Krankenstand bei den Männern mit 3,8 Prozent leicht unter dem Durchschnitt lag.

Für Krankschreibungen seien Rückenprobleme seit Jahren besonders relevant, teilte die DAK mit. „Ihr Anteil an den Fehlzeiten in den Betrieben in Nordrhein-Westfalen verharrt mit zehn Prozent auf hohem Niveau“, hieß es. Nur der Anteil „depressiver Episoden“ lag noch höher.

Umfragen für den DAK-Gesundheitsreport 2018 ergaben, dass mehr als 6,7 Millionen Erwerbstätige in NRW von Rückenschmerzen betroffen sind, rund 775 000 leiden sogar chronisch unter Schmerzen. Die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund solcher Beschwerden stieg seit dem Jahr 2007 landesweit um 80 Prozent.

„Die Arbeitswelt hat sich gewandelt und wandelt sich weiter“, heißt es in der Studie zu den Gründen. „Es wird mehr gesessen, es gibt eine höhere Arbeitsdichte und mehr Druck.“ Dies erzeuge eine hohe Anspannung im Allgemeinen, die sich bevorzugt in Rückenschmerzen äußere.

Dabei geht die große Mehrheit (82 Prozent) der Erwerbstätigen dem Report zufolge auch mit Schmerzen zur Arbeit. Erst bei starken oder chronischen Schmerzen sinkt dieser Anteil.

Für die Studie stützen sich die Autoren nach eigenen Angaben auf anonymisierte Daten der DAK-Versicherten sowie eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa unter mehr als 1000 Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen.

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