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DEB-Team mit 2:8-Debakel beim Olympia-Test gegen Russland

Augsburg. Das erste Spiel beim Deutschland Cup hatte sich das deutsche Eishockey-Nationalteam ganz anders vorgestellt. Der erste Olympia-Test gegen Russland ging komplett schief. Zudem verletzte sich Torhüter Dennis Endras.

DEB-Team mit 2:8-Debakel beim Olympia-Test gegen Russland

Deutschlands Torwart Timo Pielmeier (r) und DEB-Spieler Matthias Plachta kämpfen mit dem Russen Ilja Mikejew um den Puck. Foto: Peter Kneffel

Drei Monate vor den Olympischen Winterspielen hat das deutsche Eishockey-Nationalteam zum Auftakt des Deutschland Cups ein Debakel erlebt.

Ohne einige Führungsspieler wie Marcel Goc und Christian Ehrhoff kassierte der Gastgeber in Augsburg beim wichtigen Olympia-Test ein bitteres 2:8 (1:1, 1:4, 0:3) gegen Russland. Der WM-Viertelfinalist hielt nur bis zur Hälfte der Partie ordentlich mit, ehe ein Doppelschlag der Russen innerhalb von 63 Sekunden die Klatsche einleitete.

„Ich habe mehr erwartet. Zu Hause will man immer sein Bestes geben. Wenn man dann so untergeht, ist das nicht schön“, haderte Bundestrainer Marco Sturm. „Wir haben gut angefangen, haben für 30 Minuten das gemacht, was wir wollten, und dann komplett aufgehört zu spielen. Die Köpfe so hängen zu lassen, darf nicht passieren.“

Vor 5050 Zuschauern hatten Daniel Pietta (14. Minute) und Brent Raedeke (22.) ein 0:1 gedreht und für eine zwischenzeitliche Führung gesorgt. Nach dem erneuten Rückstand verließ Torhüter Dennis Endras verletzt das Eis und wurde durch Timo Pielmeier ersetzt. Der Mannheimer Endras wird dem Team laut Sturm wegen einer Beinverletzung für den Rest des Turniers nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Gegentore durch Artjom Fjodorow (7.), Jewgeni Ketow (32.), Konstantin Okulow (33.), Dmitri Kagarlizki (37.) und Michail Naumenkow (38.) entschieden das Duell bereits nach dem zweiten Drittel. Sergej Schumakow (52.), Ilja Michejew (53.) und Jegor Jakowlew (58.) schraubten das Ergebnis für die Russen noch in die Höhe.

Am Samstag spielt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds nun gegen Titelverteidiger Slowakei. „Sie müssen es morgen besser zeigen und antworten“, forderte Sturm. Zum Abschluss am Sonntag trifft der Weltranglisten-Achte auf die USA, die zum Auftakt den Slowaken mit 1:2 unterlegen waren.

Sturm bietet sich bei der 28. Auflage des Deutschland Cups die einzige Gelegenheit, Kandidaten zu sichten, ehe er im Januar seine Meldeliste für die Winterspiele abgeben muss. Die erste Herausforderung dürfte bei ihm für Ernüchterung gesorgt haben.

Auf die deutschen Eishockey-Stars aus der NHL kann der 39-Jährige bei Olympia vom 9. bis 25. Februar nicht zählen. Die NHL entschied, ihren Liga-Betrieb diesmal nicht zu unterbrechen. In Augsburg verzichtet Sturm unter anderen auf seine Leistungsträger Goc, Ehrhoff und Patrick Reimer. Alle drei dürften sicher mit nach Südkorea reisen, ebenso wie der verletzte Verteidiger Frank Hördler und Stürmer Felix Schütz, der aus persönlichen Gründen fehlte.

Wegen Olympia gewinnt der Deutschland Cup auch für die anderen Teilnehmer an Stellenwert. Die Russen, die erstmals seit 1993 antraten und die Schweiz ersetzen, kamen nicht mit ihrem stärksten Aufgebot, fertigten die Deutschen aber dennoch ab.

Im ersten Länderspiel nach dem Viertelfinal-Aus bei der Heim-WM gestaltete das DEB-Team das Duell nur anfangs ausgeglichen. Nach knapp sieben Minuten wurde Goalie Endras erstmals überrascht. Fjodorow fälschte den Puck so ab, dass er dem Mannheimer durch die Beine flog. In der Folge konnte sich der 32-Jährige auszeichnen.

Der Krefelder Pietta war nach einem Abpraller mit dem Ausgleich zur Stelle - und mit seiner Vorarbeit entscheidend daran beteiligt, dass der Rekordsieger im zweiten Drittel eine Überzahl zum 2:1 nutzte. Es war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, ehe die kräftige Pleite ihren Lauf nahm. Die Deutschen ließen deutlich nach und kassierten zu viele Strafzeiten.

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