Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

DEW und DRK kooperieren bei Pflegefällen

Gesundheitsschutz

Wenn ein Familienmitglied zum Pflegefall wird, befinden sich Angehörige in der Zwickmühle: Berufliche Pflichten und familiäre Fürsorge lassen sich oft schlecht kombinieren. Um ihre Mitarbeiter in einem solchen Fall zu unterstützen, kooperieren die Deutschen Edelstahlwerke jetzt mit dem Deutschen Roten Kreuz.

WITTEN

von Von Barbara Zabka

, 06.12.2012
DEW und DRK kooperieren bei Pflegefällen

Thomas Voß vom DRK und DEW-Arbeitsdirektor Burkhard Hartmann unterzeichnen die Kooperation.

„Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für unsere Mitarbeiter“, betont Wolfgang Peters vom Gesundheitsschutz der Deutschen Edelstahlwerke (DEW).„Doch unser Handlungsfeld bezieht sich nicht nur auf Familien mit Kindern, sondern aktuell haben wir besonders unsere Mitarbeiter im Visier, die von einem familiären Pflegefall betroffen sind. Und das kommt in der Regel ganz plötzlich.“

Dann sind Stress und Überforderung vorprogrammiert. Dazu kommt noch der nervenaufreibende Kampf mit der Pflegebürokratie. Denn wenn ein Familienmitglied plötzlich zum Pflegefall wird, befinden sich Angehörige oft in einer Zwickmühle zwischen beruflichen Pflichten und familiärer Fürsorge. „Die umgekehrte Pflegesituation ist sehr belastend. Es kann zu Ausfallzeiten, zu Konzentrationsmängeln bis zur Beeinträchtigung der Arbeitssicherheit kommen“, erklärt Thomas Wendehals vom neu gegründeten DEW-Gesundheitsmanagement. „Für unsere Mitarbeiter soll sich das künftig ändern. Wir haben uns auf die Suche nach einem Kooperationspartner gemacht.“

Im Deutschen Roten Kreuz (DRK) Witten haben DEW schließlich den adäquaten Partner gefunden. „Wir arbeiten schon lange mit dem Stahlwerk zusammen“, so Thomas Voß vom DRK-Vorstand. „Blutspendedienst, Erste-Hilfe-Kurse. Jetzt freuen wir uns, in der Pflegeberatung aktiv zu werden. Denn auch das ist Teil unserer Alltagsaufgaben in der Ruhrstadt.“ Thomas Voß schilderte eindrucksvoll die große Problematik bein plötzlichen Eintritt eines Pflegefalls. Am Donnerstag, 6. Dezember, wurde offiziell der Kooperationsvertrag im großen Sitzungssaal der Hauptverwaltung unterschrieben. Ab sofort stehen allen Stahlwerks-Mitarbeitern kostenlose Beratungsgespräche innerhalb von 24 Stunden zu.

„Wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, wird die Zeit zeigen“, so Arbeitsdirektor Burkhard Hartmann. „Wir müssen jetzt erst einmal erste Erfahrungen sammeln und auch das Familienpflegezeit-Gesetz prüfen.“ Die Zusammenarbeit startet jetzt am Standort Witten. Profitieren können davon rund 1800 Mitarbeiter. Später sollen auch die anderen Standorte mit weiteren 2000 Mitarbeitern integriert werden.