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DFB-Frauen gewinnen auch zweites Spiel unter Hrubesch

Domzale. Die deutschen Frauen halten Kurs auf die WM 2019 in Frankreich. Mit dem 4:0 in Slowenien gelingt dem DFB-Team der zweite Sieg in der Qualifikation binnen drei Tagen. Alles läuft auf ein „Endspiel“ gegen Island um den Gruppensieg hinaus.

DFB-Frauen gewinnen auch zweites Spiel unter Hrubesch

Auf WM-Kurs: Sara Däbritz (l-r), Alexandra Popp und Lina Magull freuen sich über einen klaren Sieg in Slowenien. Foto: Sasa Pahic Szabo

Zwei Spiele, zwei Siege - die deutschen Fußball-Frauen sind mit Interimstrainer Horst Hrubesch weiter auf Erfolgskurs. Drei Tage nach dem 4:0 gegen Tschechien setzte sich die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation auch in Slowenien verdient mit 4:0 (2:0) durch.

Vor rund 500 Zuschauern im Sportni-Park von Domzale sorgten Lina Magull (10. Minute), Lana Golob (43./Eigentor), Alexandra Popp (53.) und Linda Dallmann (61.) am Dienstag für die Treffer des überlegenen deutschen Teams. Dzsenifer Marozsan vergab in der Schlussphase einen Strafstoß.

Hrubesch war zufrieden mit der Leistung. „Entscheidend war, dass wir die beiden Spiele klar bestimmen und die sechs Punkte mitnehmen. Und das haben wir geschafft“, sagte der 66-Jährige im ZDF. „Heute haben wir einiges liegen gelassen. Ich denke, die Sloweninnen sind mit dem Ergebnis gut weggekommen.“

Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel verteidigte Deutschland in der Gruppe fünf die Tabellenführung vor Island und hielt Kurs auf die Weltmeisterschaft in Frankreich im kommenden Jahr. Die Qualifikation wird erst im September mit der wohl entscheidenden Partie um den Gruppensieg auf Island sowie einem Spiel auf den Färöer abgeschlossen. „Das entscheidende Spiel wird in Island stattfinden. Da müssen wir unsere beste Leistung zeigen“, sagte Popp.

Bis dahin wird der Olympiasieger vermutlich einen neuen Trainer haben, denn Hrubesch wollte nach der Trennung von Steffi Jones nur für zwei Spiele einspringen. Bis Juni will der DFB eine langfristige Lösung präsentieren. Favoritin ist die derzeitige Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Ob es so kommt, ist noch offen. „Da müsst ihr euch noch zwei, drei Wochen gedulden“, sagte Hrubesch. An einem Sieg gegen Island zeigte er keine Zweifel: „Die Mannschaft ist einfach gut. Sie wird dort gewinnen.“

Gegen Slowenien veränderte der Coach sein Team nach dem Sieg gegen Tschechien am Samstag auf zwei Positionen: Für Lena Goeßling und Anna Blässe rückten Magull und Dallmann in die Startelf. Dass er auf die Wolfsburgerinnen Blässe und Goeßling verzichtete, erklärte Hrubesch vor dem Anpfiff: „Ihre Qualitäten sind bekannt, ich weiß, was sie können. Ziel ist vielmehr, dass nicht immer dieselben Spielerinnen auf der Tribüne sitzen und ich auch sehen möchte, wie sich andere Spielerinnen präsentieren.“

Das Team von Trainer Borut Jarc zog sich wie erwartet weit in die eigene Hälfte zurück, und die deutsche Mannschaft erspielte sich von Beginn an ein Übergewicht. Den Torreigen eröffnete Magull in der 10. Minute. Dallmans Hereingabe wurde zwar zunächst von Torhüterin Zala Mersnik abgewehrt, doch die Freiburgerin stand genau richtig.

Danach erspielte sich der zweimalige Weltmeister weitere gute Möglichkeiten. Doch Lea Schüller (21./24.), die gegen Tschechien alle vier Tore erzielt hatte, scheiterte zweimal an Mersnik. Die Schüsse von Dallmann (31.) und Svenja Huth (40.) verfehlten das Ziel knapp, ehe die slowenische Abwehrspielerin Golob den Ball nach einer Flanke der agilen Dallmann zum 0:2 ins eigene Netz lenkte.

Auch nach dem Wechsel tat sich die DFB-Elf schwer gegen die massive Defensive des Gastgebers, spielte aber unermüdlich nach vorne. Popp gelang nach schöner Vorarbeit der eingewechselten Lena Petermann das 3:0. Die Essenerin Dallmann krönte ihre gute Leistung mit ihrem dritten Länderspieltor und machte den vierten Sieg im vierten Duell mit Slowenien perfekt.

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