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Fußball-WM 2015

DFB-Frauen greifen nach dem dritten Stern

DÜSSELDORF Ein Jahr nach dem Titel-Triumph der Löw-Elf in Brasilien greifen die deutschen Fußballerinnen nach ihrem dritten Stern. Bei der 7. Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada gehört die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid zum engsten Kreis der Favoriten. Das Weltturnier wird erstmals mit 24 statt 16 Teams ausgetragen. Der Weltverband FIFA will damit der rasanten Entwicklung des Frauenfußballs Rechnung tragen.

DFB-Frauen greifen nach dem dritten Stern

Bundestrainerin Silvia Neid greift mit ihrem Team nach dem dritten Stern.

Ein großes Ärgernis für die Nationen von Australien bis USA ist, dass wegen der problematischen klimatischen Bedingungen auf Kunstrasen gespielt werden muss. Ein Novum auf diesem Niveau, was dazu führte, dass mehr als 50 Topspielerinnen aus aller Welt deswegen Klage bei einem Gericht in Toronto einreichten. Wegen geringer Erfolgsaussichten und nach Gesprächen mit den FIFA-Bossen wurde die Klage wieder zurückgezogen.

"Völliges Neuland"

„Kunstrasen bei einer WM ist völliges Neuland“, sagt Neid. Grundsätzlich, findet sie aber, komme das Geläuf technisch guten Teams zugute. Doch auch nach dem zehntägigen Trainingslager auf Kunstrasen in der Schweiz inklusive Testspiel sind Anpassungsschwierigkeiten unübersehbar.

DFB-Kader für die Frauen-WM 2015 in Kanada

Nadine Angerer (Torwart).
Laura Benkarth (Torwart).
Almuth Schult (Torwart).
Saskia Bartusiak (Abwehr).
Jennifer Cramer (Abwehr).
Josephine Henning (Abwehr)
Tabea Kemme (Abwehr).
Annike Krahn (Abwehr).
Leonie Maier (Abwehr).
Babett Peter (Abwehr).
Bianca Schmidt (Abwehr).
Melanie Behringer (Mittelfeld).
Sara Däbritz (Mittelfeld).
Lena Goessling (Mittelfeld).
Simone Laudehr (Mittelfeld).
Melanie Leupolz (Mittelfeld).
Lena Lotzen (Mittelfeld).
Dzsenifer Marozsan (Mittelfeld).
Pauline Bremer (Sturm).
Anja Mittag (Sturm).
Lena Petermann (Sturm).
Alexandra Popp (Sturm).
Celia Sasic (Sturm).

In der vergleichsweise leichten Gruppe B sollte für die DFB-Frauen Platz eins oder zwei machbar sein. Im Achtelfinale könnte es schon ungemütlich werden. „Wenn wir Gruppen-Erster werden, treffen wir auf den Dritten der Gruppe mit USA, Schweden, Nigeria und Australien – dann kann es schwierig werden“, mahnt Neid.

Luft wird dünner

Längst ist die Luft in der Weltspitze bei den Frauen dünner geworden. Nicht zuletzt deshalb zählt Neid gleich acht Teams auf, die das Potenzial zum WM-Coup haben. Neben den USA sind dies Gastgeber Kanada, Titelverteidiger Japan, Brasilien und die europäischen Teams aus Schweden, Frankreich und Norwegen. „Wir gehören natürlich auch dazu. Aber man braucht einen langen Atem. Es werden Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden.“

Das letzte große Turnier ist es in jedem Fall für die Weltfußballerin von 2013, Nadine Angerer. „Natürlich ist es ein Traum, mit dem Titel abzutreten“, sagt die DFB-Keeperin. Auch Neid hört auf, aber planmäßig erst nach den Olympischen Spielen 2016.

Jones folgt auf Neid

Sollte die DFB-Auswahl die Qualifikation - sie müsste bei der WM zu den besten drei Teams aus Europa zählen - verpassen, ist abzusehen, dass die als Nachfolgerin feststehende Steffi Jones ihren Direktorinnen-Posten beim DFB vorzeitig räumen muss. „Daran denke ich überhaupt noch nicht“, betont die. „Erstmal fokussieren wir uns ganz auf die WM. Unser Ziel ist der Titel.“

Von dpa

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