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DFB ehrt Nationalspieler mit eigenem Club

Frankfurt/Main (dpa) In launiger Atmosphäre hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt an seine Geschichte von 100 Jahren Länderspielen erinnert.

Franz Beckenbauer beklagte eine Schwalbe von Johan Cruyff, Uwe Seeler bezeichnete sein legendäres Tor mit dem Hinterkopf als Zufallstreffer und Lothar Matthäus «bestand» die Trainerprüfung. Für alle bisherigen Akteure mit Begegnungen im Verbandstrikot gründete der DFB einen «Club der Nationalspieler», womit «wir uns bei allen Ehemaligen bedanken und ihnen unsere besondere Wertschätzung ausdrücken» wollen, wie DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte. Den Vorsitz der neuen Vereinigung übernahm mit Uwe Seeler der älteste der drei DFB-Ehrenspielführer.

Dem neuen Club gehören etwa 630 Fußball-Größen an, darunter auch die Akteure, die für den Deutschen Fußball-Verband (DFV) der ehemaligen DDR aufliefen. Insgesamt waren seit der Premiere am 5. April 1908 in Basel gegen die Schweiz 1122 Nationalspieler im Einsatz. 849 trugen das Trikot mit dem DFB-Adler auf der Brust, 265 streiften sich das Shirt des DFV über. Acht Spieler bestritten Begegnungen für beide Verbände - als Erster der heutige DFB- Sportdirektor Matthias Sammer, der nach 23 Partien für den DFV am 19. Dezember 1990 gegen die Schweiz sein Debüt für das gesamtdeutsche Team feierte. Knapp 500 ehemalige Nationalspieler sind inzwischen verstorben.

«Einen sehr großen Anteil am sportlichen und gesellschaftlichen Stellenwert des Deutschen Fußball-Bundes verdanken wir unseren Nationalspielern», erklärte Zwanziger. Der für seine Liebe zum Frauenfußball bekannte DFB-Präsident kündigte einen ähnlichen Club auch für die Damen-Nationalmannschaft an.

Da diese trotz aller Erfolge bislang aber erst auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken kann, stand am Freitag die Historie des Männerteams in Vordergrund. Franz Beckenbauer blickte auf den WM- Erfolg 1974 zurück. «Dem Elfmeter für die Niederlande ging eine klare Schwalbe von Johan Cruyff voraus», meinte Beckenbauer. Er spielte damit auf die noch heute in den Niederlanden geführte Diskussion über das eventuelle Täuschungsmanöver von Bernd Hölzenbein vor dem Strafstoß zum 1:1 an.

Vier Jahre zuvor hatte sich Seeler mit seinem Hinterkopf-Tor im WM-Viertelfinale gegen England ein Denkmal gesetzt. «Ich wurde angeschossen», bekannte der 72-fache Nationalspieler nun. Gleich drei Rekorde stellte Matthäus in seiner Länderspielkarriere auf. Mit 150 Begegnungen im DFB-Trikot ist der ehemalige Mittelfeldmotor noch immer Rekordnationalspieler. Zudem führte er die deutsche Elf 72 Mal als Kapitän aufs Feld - so oft wie kein anderer. Mit 25 WM-Spielen steht Matthäus zudem auf einer weiteren Liste ganz oben.

Der 47-Jährige, der derzeit an der Deutschen Sporthochschule in Köln seinen Trainerschein erwirbt, stellte mit etwas Unterstützung von DFB-Mediendirektor Harald Stenger sein Fußballwissen unter Beweis. Auf die Frage, wer den schnellsten Hattrick im deutschen Trikot erzielte, wusste Matthäus die Antwort: Oliver Bierhoff (am 20. August 1997 beim 3:1 in Belfast gegen Nordirland). Franz Beckenbauer wollte ihm daraufhin sofort den Trainerschein aushändigen.

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