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DGB fordert Sozialticket

Mitte Der DGB fordert eine Bochumer Lösung beim Sozialticket und verweist auf gute Beispiele.

von Von Thomas Aschwer

, 01.08.2008
DGB fordert Sozialticket

Die Bürger sollen beim Sozialticket nicht länger in die Röhre sehen, fordert der DGB. Michael Hermund griff deshalb gestern symbolisch schon einmal zur Säge.

"Als vor zwei Jahren das Sozialticket in Köln eingeführt worden ist, gab es noch einen eigenen Posten im Haushalt", berichtet der DGB-Vorsitzende Michael Hermund. Mittlerweile müsse die Domstadt das Ticket nicht mehr finanziell unterstützen. Doch soweit müsse man gar nicht mehr schauen. Auch in Dortmund sei vor einigen Monaten ein Sozialticket eingeführt worden. Und in Witten stehe eine Diskussion nach den Sommerferien im Rat an.

Irgendwann gebe es rund um Bochum ein derartiges Angebot, nur halt in unserer Stadt nicht. Deshalb hat der DGB gestern nicht nur Flugblätter verteilt, sondern den Bürgern gleich recht anschaulich die Situation vor Augen geführt. In einem sehr langen Rohr steckte das Sozialticket in Form einer Säge. Getreu dem Motto der Aktion: "Nicht länger in die Röhre schauen - Sozialticket jetzt!" Die Gründe für die Forderung liegen für Michael Hermund auf der Hand - obwohl der Rat erst kurz vor den Sommerferien eine VRR-Lösung beschlossen hatte.

So sei der Regelsatz für die Grundsicherung zum 1. Juli um gerade 1,1 Prozent erhöht worden. Also in gleicher Höhe wie die Renten. Die Inflationsrate liegen in Deutschland derzeit bei über drei Prozent. Sogar um durchschnittlich 5,5 Prozent würden die Tarife im Nahverkehr steigen. Das treffe Hartz IV-Empfänger besonders, da im Regelsatz nur drei Hin- und Rückfahrten im Monat innerhalb Bochums vorgesehen sind.

Mobil sein

"Mobilität in der eigenen Stadt aber kein Luxus sein", meint der DGB und macht sich deshalb für das Sozialticket stark. Davon sollen neben Hartz IV-Empfänger auch Menschen mit einer kleinen Rente oder einem niedrigem Einkommen sowie Alleinerziehende profitieren. Michael Hermund zeigte sich gestern optimistisch, dass sich der Einsatz lohnen wird - und das Sozialticket auch in Bochum eingeführt wird.