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DSV-Adler verpassen Sieg - Triple für Norwegen

Titisee-Neustadt. Licht und Schatten für das deutsche Team in Titisee: Obwohl die Top-Athleten Freitag und Wellinger erneut überragende Sprünge zeigen, reicht es in der Mannschaft nur für Rang drei. Um die Norweger als Team zu schlagen, reicht die Konstanz der DSV-Adler noch nicht.

DSV-Adler verpassen Sieg - Triple für Norwegen

Die Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt. Foto: Patrick Seeger

Frust und Enttäuschung über den verpassten  Sieg vor heimischer Kulisse blieben bei den deutschen Skispringern aus. 

Stattdessen klatschten sich Richard Freitag, Andreas Wellinger, Karl Geiger und Markus Eisenbichler im kalten Titisee-Neustadt ab und freuten sich über einen weiteren Podestplatz. Vor allem der derzeit überragende Freitag, dem mit 143,5 Metern die Bestweite des Tages gelang, und Mixed-Weltmeister Wellinger sicherten den dritten Rang hinter Norwegen und Polen ab. „Es war ein toller Abschluss für Richard und Andi“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Für einen weiteren Triumph fehlten nach Ansicht Schusters vor allem  Beständigkeit und Ausgeglichenheit. „Wir sind mit großen Ambitionen angetreten, wir waren aber mannschaftlich nicht so geschlossen wie zuletzt. Wir hatten nicht die Konstanz drin“, stellte der  Bundestrainer in der ARD fest. „Zum Trauern ist aber nicht der richtige Zeitpunkt“, fügte der Österreicher an. Drei Wochen vor der Vierschanzentournee gebe es absolut keinen Grund zur Sorge. „Wir haben ein gutes Niveau in der Mannschaft“, sagte Schuster.

Dass es nach den Siegen von Freitag und Wellinger in der Vorwoche diesmal kein weiteres großes Erfolgserlebnis gab, lag vor 5000  Zuschauern bei schwierigen Verhältnissen und wechselnden Winden auch an den beiden Startspringern Eisenbichler und Geiger. „Vielleicht stehe ich morgen mit dem richtigen Fuß auf, vielleicht geht's dann besser“, sagte Eisenbichler. „Ich glaube, wir können zufrieden sein, aber es ist mehr drin. Die Form von uns stimmt“, fügte der Bayer an.

Weitaus zufriedener wirkte Wellinger, dem mit Weiten von 139,5 und 141 Metern zwei starke Sprünge auf der Hochfirstschanze gelungen waren. „Es war noch nicht ganz optimal, aber es ist schon auf einem guten Niveau. Ich werde mir Mühe geben, morgen auch wieder geile Sprünge zu zeigen“, sagte der 22-Jährige nach dem ersten Nachtspringen, das auf der Anlage in Titisee-Neustadt nach der Installation einer neuen Flutlichtanlage ausgetragen wurde. 

Die siegreichen Norweger um Schlussspringer Johann Andre Forfang lagen am Ende nur 0,8 Punkte vor den erstarkten Polen um Olympiasieger Kamil Stoch. „Die Jungs sind in guter Form und sie zeigen es auch“, sagte Polens Trainer Stefan Horngacher, der mit seiner Familie in Titisee-Neustadt wohnt. Vor allem die Ausgeglichenheit der Teams aus Norwegen und Polen sorgte am Ende für den deutlichen Vorsprung von über 15 Metern auf Gastgeber  Deutschland. Für Norwegen war es nach Wisla und Kuusamo bereits der dritte Teamsieg im Olympia-Winter.

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