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Da flogen die Fäuste

WITTEN Wenn Worten Taten folgen: Sechs Jugendliche (16 bis 20) mussten sich Freitag vor dem Jugendschöffengericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

13.10.2007

Modern fing der Streit an, steinzeitlich endete er an der Bushaltestelle vor der Hardenstein-Gesamtschule.

 Erst traf man sich in einem Internet-Chat namens „Knuddel“, später flogen die Fäuste. Was war passiert? Angeblich wurde ein 17-jähriger Angeklagter von seinem späteren Opfer zuerst online beleidigt.

Zu einem verabredeten Treffen an der Bushaltestelle ging jedoch keiner der beiden Kontrahenten alleine. Die geplante Aussprache scheiterte, wechselseitig schaukelte sich die Stimmung hoch – bis die Fäuste flogen.

Umringt von Dutzenden schaulustigen Schülern wurde geschlagen, geboxt und getreten. Wer wen wann verletzte, konnte nicht festgestellt werden. Bilanz bis zum Eintreffen des Schuldirektors: zwei Platzwunden, eine Rückenverrenkung und eine Anzeige.

„Sie haben nicht gelernt, nur zu reden. Da fliegen gleich die Fäuste“, missbilligte die Richterin das Verhalten.

Die aus Sicht ihrer Verteidiger „sonst braven Jungs“ hatten das Glück auf ihrer Seite. Das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt: Drei kamen mit einer Verwarnung davon, die anderen drei müssen 100 Sozialstunden und ein Anti-Aggressionstraining absolvieren.