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Dabrowski: Die Balance finden

Vor dem Liga-Start

Christoph Dabrowski (32) weiß, was dem VfL Bochum fehlt: "Wir brauchen auf jeden Fall Erfolgserlebnisse. Wir sollten in der neuen Saison mehr gewinnen als verlieren, denn daraus ergibt sich dann eine positive Dynamik"

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 19.08.2010
Dabrowski: Die Balance finden

Als Kapitän soll Christoph Dabrowski den VfL zurück in die erste Liga führen.

Ansatzweise habe die Mannschaft schon in der Vorbereitung gezeigt, wozu sie in der Lage sei, sagt Bochums Kapitän unmittelbar vor dem Start in die Zweitliga-Spielzeit. "Gerade im Testspiel gegen Getafe hatten wir das Gefühl, dass wir die Fans wieder für uns begeistern können", erklärt der Routinier. Allerdings weiß Dabrowski auch, dass die aufkeimende Hoffnung im Fan-Lager durch den Pokal.-K.o. einen herben Dämpfer erhalten hat. "Da steht man dann anschließend bei den Fans am Zaun und es fehlen einem die Worte." Leichtfertig habe man eine sportlich wie finanziell reizvolle Aufgabe einfach hergeschenkt, räumt Christoph Dabrowski ein und hofft, "dass es für jeden noch einmal ein Warnsignal dafür war, dass die Saison kein Selbstläufer wird. Wenn man nur 80 oder 90 Prozent abruft, hat man auch in der zweiten Liga keine Chance."

Christoph Dabrowski wäre kein guter Kapitän, würde er seine Mannschaft trotz der Pokalpleite nicht zu den Favoriten auf den Aufstieg zählen. "Unser Kader hat für die zweite Liga eine sehr große Qualität. Wir brauchen Stabilität in der Defensive und Unberechenbarkeit in der Offensive", sagt der 32-Jährige, der im Laufe seiner Karriere mit Arminia Bielefeld eine Zweitliga-Episode erlebte, aber nach nur einer Spielzeit wieder ins Fußball-Oberhaus aufstieg. "Selbstverständlich würde ich auch lieber in der ersten Liga spielen", gibt Dabrowski ehrlich zu, "aber die Situation hat sich leider bei uns nun mal so entwickelt. Ich werde die neue Saison trotzdem mit genauso viel Spaß am Fußball und mit Optimismus angehen, wie sonst auch."

Bochums Kapitän geht davon aus, dass sich im 28 Spieler umfassenden Kader bis zum Transferschluss am 31. August nicht mehr viel verändern wird. "Das wäre auch nicht gut, schließlich sollte sich jetzt jeder auf seine Aufgabe beim VfL konzentrieren. Bis zum Ende der Transferperiode sind ja bereits zwei Meisterschaftsspiele ausgetragen. Es wäre fatal, wenn sich da Spieler noch mit einem Wechsel zu einem anderen Verein beschäftigen."

Gute Ergebnisse bringen Selbstvertrauen, und einen Saisoneinstieg mit einem Sieg gegen die "Löwen" können sie in Bochum wirklich gut gebrauchen. Mit 1860 München kommt ein attraktiver Gegner, das Spiel wird live im Fernsehen übertragen und nicht nur die Liga-Konkurrenz wird ein Auge auf den VfL werfen. Es ist Bochums Chance, mit einem guten Auftritt auf sich aufmerksam zu machen. "Wir werden jetzt nicht mehr als Außenseiter, sondern als Favorit betrachtet. Wir müssen die richtige Balance finden", sagt Christoph Dabrowski. "Wir müssen Akzente setzen, dürfen aber auch nicht die Geduld verlieren."