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Damit Kinder eine Zukunft haben

BOCHUM Erzieher und Pädagogen qualifizieren, Eltern informieren, mit Kindern arbeiten - auf drei Säulen fußt die Arbeit der RAA, der "Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien". Mehr als 80 Seiten stark ist ihr neues Programm, das vor allem eines will: Mit Bildung die Integration von Migranten erleichtern. Kein leichtes Unterfangen.

von von Thomas Aschwer

, 18.08.2008

Das "A und O" bleibt dabei die Sprachkompetenz. Über 100 Sprachen werden in Bochum gesprochen, in einzelnen Schulen oder Kindergärten sind es immerhin über 20. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk der RAA auf der (Zweit-)Sprache Deutsch sowie auf den Kompetenzen in den Muttersprachen. Eng abgestimmt mit dem Jugendamt, den Kindertagesstätten, den Schulen und Migrantenselbstorganisationen.

Eltern einbinden

Immer wichtiger wird es dabei, die Eltern in die Bildungsarbeit mit einzubeziehen. Sie in die Sprachförderung einzubinden, ihre Erziehungskompetenzen zu stärken und die Eltern in den Bildungsalltag zu integrieren. Die Konzepte reichen von Mutter-Kind-Gruppen über ein Patenschaftsprojekt bis hin zu Seminaren für Eltern von Kindergarten- und Schulkindern. Dabei schaut die Arbeitsstelle genau auf die örtliche Situation, engagiert sich in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil ganz besonders stark.

"Wir wollen die Lebensbedingungen von Kindern verbessern", sagt die RAA-Leiterin Nurhan Dogruer-Rütten - und verweist auf die starke Nachfrage nach den Angeboten. Mehr als 2000 Menschen erreicht die Arbeitsstelle in jedem Jahr. Auch mit ihrem mittlerweile elften Programm baut sie den Menschen neue Brücken. An vier Tagen im Oktober und November will sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen qualifizieren und sie interkulturell sensibilisieren. Dabei kann die RAA mit einem dicken Pfund wuchern. Die Veranstaltungen sind in der Regel kostenfrei. Nur eventuelle Materialkosten sind zu tragen.