Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Damit der Teich nicht kippt: Reinigen vor dem Frost

Bonn (dpa/tmn) Vor dem ersten Frost müssen verrottende Blätter und Pflanzenteile aus dem Gartenteich entfernt werden. Ansonsten können sich während längerer Frostperioden unter der Eisdecke Faulgase bilden - und der Teich «kippt».

Damit der Teich nicht kippt: Reinigen vor dem Frost

Vor der ersten Eisschicht sollten Gartenteichbesitzer Blätter und Pflanzenteile aus dem Wasser entfernen - sonst kann der Teich im schlimmsten Fall «kippen». (Bild: dpa)

So formulieren es Fachleute laut dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Denn unter der Eisdecke funktioniert der Gasaustausch nicht. Da der Abbau organischer Stoffe wie Herbstlaub oder Algen weiterläuft, nimmt der Gehalt an Kohlendioxid (CO2) zu, der Sauerstoff wird dagegen knapp. Im schlimmsten Fall wird aus der aeroben Stoffumsetzung, also der unter Sauerstoffeinfluss, eine anaerobe, also ohne Sauerstoff - Faulgase entstehen.

Beim Reinigen des Teichs sollten die Halme von Binsen und Schilf unbedingt geschont werden. Sie sind innen hohl, sorgen auch im zugefrorenen Teich für die Verbindung zwischen unten und oben und lassen Gase entweichen. Die gleiche Funktion können dicke Strohbündel übernehmen, die bis in den Teichgrund gesteckt werden.

Bewährt hat sich das Absenken des Wasserspiegels um rund zehn Zentimeter, sobald sich eine erste, noch dünne Eisschicht gebildet hat. Die Luftschicht zwischen Eis und Wasser isoliert und nimmt viel CO2 auf. Sehr gut funktioniert der Gasaustausch über ein größeres Loch im Eis. Das tägliche Aufhacken ist aber nicht nur mühsam, es gefährdet auch die Teichfolie und durch die jähen Erschütterungen das Leben von Fisch und Frosch.

Stattdessen bietet der Handel Eisfreihalter an. Bei zu flachen Teichen, die bis zum Grunde durchfrieren können, nützen aber auch sie wenig. 80 Zentimeter Tiefe, in rauen Regionen auch bis zu 120 Zentimeter, sollte der Teich mindestens besitzen, damit er gut durch den Winter kommt.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Geduld und Platz

Spargel im eigenen Garten braucht Platz

OFFENBURG Wer Spargel im eigenen Garten anbauen will, braucht Geduld und ein wenig Platz. Neue Beete können im April und Mai angelegt werden, erläutert die Zeitschrift «Mein schöner Garten».mehr...

Leben : Haus und Garten

Zimmer-Bonsais brauchen Licht und Geduld

Kassel (dpa/tmn) Eine solide Fan-Gemeinde haben Bonsais schon lange: Die kunstvolle Gestaltung von Miniaturbäumen nach asiatischem Vorbild ist für Hobbygärtner eine Herausforderung.mehr...

Leben : Haus und Garten

Kannenpflanze oder Kaktus: Welches Grün Kinder lockt

Bonn (dpa/tmn) So vielfältig wie ein Garten ist die kindgerechte Pflanzenauswahl für die Fensterbank nicht. Dennoch gibt es einiges, was den Nachwuchs neugierig macht.mehr...

Leben : Haus und Garten

Weihnachtskakteen haben im Winter mehr Durst

Berlin (dpa/tmn) Auch ein Kaktus hat mal Durst: Während die Weihnachtskakteen (Schlumbergera) im Spätsommer und frühen Herbst wenig gegossen werden sollen, darf im Winter wieder ausgiebig bewässert werden, so der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.mehr...

Leben : Haus und Garten

Goldgelbe Frühstarter: Winterlinge trotzen Eis und Schnee

Bonn (dpa/tmn) Von einem Tag auf den anderen sind sie da. Wo gestern nur schwarze Erde lag, leuchten plötzlich die ersten Winterlinge in strahlendem Gelb. Ihre «Butterblümchen» zählen zu den ganz frühen Frühlingsboten, die sogar ein wenig vor den Schneeglöckchen erscheinen.mehr...