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Darum ist die Unterführung zum Gneisenaupark gesperrt

Anwohner sind genervt

Der Gneisenaupark, begehbare Industriekultur und Naherholungsgebiet, ist beliebt. Nur dorthin zu kommen, ist nicht ganz einfach. Wir haben bei der Stadt nachgefragt.

DERNE

von Andreas Schröter, Bastian Pietsch

, 08.10.2017
Darum ist die Unterführung zum Gneisenaupark gesperrt

Die Unterführung zum Gneisenaupark ist mittlerweile doppelt gesichert.

Der Gneisenaupark ist begehbare Industriekultur und Naherholungsgebiet in einem. Doch zwischen den Anwohnern in Derne und dem alten Zechengelände befindet sich seit Mai 2016 ein Hindernis: Die Unterführung Piepenbrink der Gneisenaustraße ist versperrt, mit einem Bauzaun und jüngst sogar mit einem fest einbetonierten Gitter. Der Grund: Verletzungsgefahr in der maroden Unterführung.

Beide Zäune wurden schon mehrfach aufgetrennt

„Das liegt mir und vielen Dernern schon seit Monaten auf dem Herzen“, sagt Ulrich Hagemeister. Dass die Sperrung bei den Bewohnern des Stadtteils nicht besonders beliebt sei, würde man allein schon daran merken, dass beide Zäune schon mehrfach aufgetrennt worden seien. Bei einer Ortsversammlung im Frühsommer sei dennoch ein Hinweis auf die Zustände nur mit einem „Wir geben das weiter“ kommentiert worden. Vor allem für Radfahrer, die die Gneisenaustraße als Teil eines Radwanderweges nutzen, ist die Sperrung ein Problem. Denn eine nahegelegene Treppe kann eigentlich als Umgehung der gesperrten Unterführung genutzt werden. Nur eben nicht von Radfahrern oder Eltern mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl und so weiter.

Erhebliche Baumängel

Auf Anfrage dieser Zeitung teilt Stadtsprecher Maximilian Löchter mit: „Die Sperrung des Rad- und Wanderweges unterhalb der Straßen Auf der Wenge/Piepenbrink ist für alle Nutzer dieser Wegeverbindung nicht erfreulich.“ Das Bauwerk weise aber erhebliche Mängel auf, und daher sei die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund habe der Weg vorsorglich abgesperrt werden müssen. Da die zunächst aufgestellte Absperrung mit einem verschlossenen Bauzaun immer wieder durch Vandalismus zerstört worden sei, habe das Tiefbauamt sich dazu entschlossen, einen festen Stahlmattenzaun aufzustellen, um zu vermeiden, dass dieser Bereich betreten werde.

„Planungen abgeschlossen“

Da aber eine Sanierung der Brücke nicht ohne Vorplanung zu bewerkstelligen sei, benötige das Projekt etwas Zeit. Die Vorplanungen seien bereits abgeschlossen. Die erforderlichen Sanierungsarbeiten befinden sich zurzeit im Vergabeverfahren, so Löchter weiter. Und: „Wir rechnen mit einer Umsetzung im Frühsommer 2018.“ Weil die Umleitungsschilder häufig gestohlen oder beschädigt worden seien, verzichte die Stadt seit einiger Zeit darauf.

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