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Das Beste aus allen Kulturen

Kemnade International

Das Budget für das Festival Kemnade International ist diesmal deutlich schmaler ausgefallen als in früheren Zeiten. „Trotzdem ist das Programm sogar vielseitiger als zuletzt“, behauptet Rolf Stein vom Bahnhof Langendreer.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 19.08.2010
Das Beste aus allen Kulturen

Die Band Trovaci spielt treibenden Balkan-Ska-Reggae-Punk. Die vier Musiker gehören zu den vielen Künstlern, die beim Festival Kemnade International auftreten.

Etwa 110 000 Euro standen den Machern zur Verfügung, 50 Prozent davon haben sie in die Künstler gesteckt, die bei dem Festival der Weltkulturen diesmal rund um den Bootshafen Oveney am Kemnader See auftreten. Etwa 30 Bands und Einzelkünstler aus den unterschiedlichsten Ländern spielen dort am ersten Septemberwochenende auf drei Bühnen – umsonst und draußen. Veranstalter sind der Ennepe-Ruhr-Kreis, die Städte Hattingen und Witten sowie der Bahnhof Langendreer in Kooperation mit der Stadt Bochum. Nur ein Vierteljahr hatten die Organisatoren Zeit, um das Programm für das Festival, das wegen der Kulturhauptstadt ausnahmsweise im zweiten Jahr hintereinander stattfindet, auf die Beine zu stellen. Kulturdezernent Michael Townsend zeigte sich am Donnerstag beeindruckt von dem, was dabei herausgekommen ist: „Ich bin sowohl vom geplanten Programm als auch von der ständigen Weiterentwicklung des Festivals begeistert.“ Kemnade International sei eine interkulturelle Veranstaltung par exellence. „Es geht darum, das Beste und Spannendste aus allen Kulturen zusammenzubringen.“

Rolf Stein betonte, möglich geworden sei die Realisierung des diesjährigen Konzeptes nur dank der erheblichen finanziellen Unterstützung durch private Partner - vor allem durch die Sparkasse Bochum. „Die Haushaltssituation ist wie sie ist, da ist diese Hilfe ganz wichtig.“ Auch die gute Vernetzung mit regionalen Institutionen sei entscheidend. „Wir haben da großes Entgegenkommen erfahren“, erklärte Stein. Neben den vielen Bands sind zahlreiche Migrantenvereine mit etwa 50 Ständen auf dem Festival vertreten. Außerdem gibt es diesmal auch Kabarett, Lesungen und Theaterveranstaltungen. Für ein Kinderprogramm sorgt die IFAK.

Auftakt ist am Freitag, 3. September, beim Zeltfestival Ruhr. Dort tritt der iranische Starmusiker Keyvan Saket mit den Bochumer Symphonikern auf. Am Bootshafen in Oveney geht es dann am Samstag und Sonntag, 4./5. September, ab 14 Uhr richtig los. Interessierte sollten die Chance nutzen. Das nächste Festival der Weltkulturen ist erst für 2012 geplant.