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Das Fremde wird Thema der Ruhrtriennale

Bochum (dpa) Das Fremde wird Thema der Ruhrtriennale. Dabei geht es um Exil und Emigration, aber auch um Fremdheit sich selbst gegenüber.

Das Fremde wird Thema der Ruhrtriennale

Thomas Wördehoff ist der Chefdramaturg der RuhrTriennale.

Im Jahr nach dem plötzlichen Tod der designierten Chefin Marie Zimmermann werde das 12-Millionen-Euro-Festival in ausrangierten Fabrikhallen des Ruhrgebiets damit ein «veritables künstlerisches Statement» abgeben, sagte Chefdramaturg Thomas Wördehoff am Dienstag in Bochum. «Das wird keinesfalls eine Übergangsspielzeit.» Mehr als zwei Drittel der 45 000 Karten seien bereits verkauft. 31 Produktionen und 104 Vorstellungen aus Schauspiel, Musik, Tanz und Literatur stehen auf dem Programm.

Das Festival startet an diesem Freitag (22. August) mit einem Konzert des US-Jazzers Mose Allison zusammen mit der Soul-Sängerin Bettye LaVette. Einen Tag später ist die Eröffnung des Theaterprogramms mit der Uraufführung der Roman-Inszenierung «Vergessene Straße» des niederländischen Regisseurs Johan Simons geplant. Darin geht es um die Bewohner einer Sackgasse, die durch Bauarbeiten isoliert und so zu Fremden in der eigenen Stadt werden. Mit der Stadt sei Brüssel gemeint, er plane eine «rührende» Geschichte mit viel Musik und einfachen Menschen, aber wunderbaren Gedanken, sagte der Regisseur, der 2010 Intendant der Münchener Kammerspiele wird.

Ein weiterer Höhepunkt ist nach Wördehoffs Worten das Theaterprojekt «Westwärts» des Sängers und Regisseurs Schorsch Kamerun zu Gedichten des Lyrikers Rolf Dieter Brinkmann. Dabei treten 100 Laienschauspieler in einer alten Zechen-Maschinenhalle in Gladbeck auf. Christoph Schlingensief habe mit großer Tatkraft die Proben für sein «Fluxus-Oratorium» «Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir» aufgenommen. Dabei lasse der gebürtige Oberhausener seine Heimatkirche in einer Duisburger Industriehalle nachbauen, sagte Wördehoff. Für Kinder gibt es in einer früheren Salzfabrik der Kokerei von Zeche Zollverein in Essen das Theaterprojekt «Salt» der britischen Regisseurin Sue Buckmaster.

Die designierte Festivalleiterin Zimmermann hatte sich im Frühjahr 2007 das Leben genommen. 2009 übernimmt als neuer Leiter der Ruhrtriennale der Kölner Opernregisseur Willy Decker die Intendanz.

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