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Das "Mandra" feiert

BOCHUM Längst ist es eine Institution, die kaum noch aus Bochums Innenstadt wegzudenken ist. Dabei ist die "Grundsteinlegung" des Mandragora erst 30 Jahre her.

von von Sebastian Ritscher

, 11.10.2007
Das "Mandra" feiert

Noch keine Spur von Kneipenmeile: Der Bahnhofs-Vorplatz mit Handelshof 1955.

Am 13. Oktober 1977 öffnete das Mandragora am Konrad-Adenauer-Platz seine Pforten und somit die Innenstadt für eine lebendige Kneipenszene, die heute ihresgleichen sucht. Zu verdanken ist dieses gastronomische Urgestein Leo Bauer. Seines Zeichens ist Bauer Halbitaliener und Junge aus dem Revier, aber irgendwie auch der Vater des jetzigen Bermuda3Ecks, in dem der ein oder andere schon "verschollen" ist. Angefangen hat Bauers gastronomisches Leben mit der Gemeinschaftskneipe "Club Liberitas". Von da aus war es zum vorübergehenden Besitz der Pinte ein kleiner Sprung zum Mandragora, für das Bauer allerdings große Ideen hatte.

Crêperie

1977 waren nicht nur Frankreich-Urlaube angesagt, auch die Pfannkuchen-Abart Crêpe war äußerst beliebt. Doch wo sollte man die schon auftreiben, gab es doch weit und breit keine Crêperie. Diesen Missstand musste Bauer natürlich beheben. Rezepte und Ausstattung besorgte der kreative Geschäftsmann aus Frankreich und trat damit eine Erfolgswelle los. Spezielles Mehl verlieh den Crêpes und Galettes ihren Geschmack und auf den kam ganz Deutschland. Schnell belieferte Bauer auch andere Betriebe mit seinen Zutaten.

Biergarten

Nicht nur französischen Pfannkuchen machten das Mandra-Flair aus. Ein guter Schuss Bayern kam dazu. Biergärten galten allgemein als angestaubt und nördlich von Bayern hatten sie kaum Freunde - erst recht nicht in Innenstädten. Der Umstand sollte mit der Außengastronomie des Mandragoras behoben werden. Das "Oben ohne"-Biererlebnis fand soviel feierlustige Freunde, dass selbst die Sperrstunde kurzerhand und eigenmächtig nach hinten verlegt wurde.

Seit den Anfangstagen hat das Mandragora viele Gäste, gute Konzerte und flotte Rollschuh-Bedienungen gesehen und beobachten können, wie nach und nach Kneipen und Lokale die Innenstadt für sich entdeckten. Doch statt schädigender Konkurrenz entstand daraus die Kneipenmeile des Ruhrgebiets und darauf wird heute und morgen angestoßen.