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Das Netz wird enger

WITTEN Drogenhandel, Diebstahl und Körperverletzung. Alles Delikte, die auch schon von Schülern begangen werden. Deshalb arbeiten Schulen und Polizei in Zukunft noch enger zusammen.

von Von Alexander Füten

, 10.10.2007
Das Netz wird enger

Das Netz gegen Gewalt unter Jugendlichen wird enger gezogen.

Ein Erlass des Landes geht gegen die zunehmende Jugendkriminalität vor.

Ab sofort müssen Schulleitungen Straftaten ihrer Schüler der Polizei melden. Im Gegenzug informiert die Polizei die Schulen über kriminelles Verhalten von Schülern außerhalb der Schule.

„Wir haben auch in der Vergangenheit eng und vertrauensvoll mit der Polizei zusammengearbeitet. Dass uns die Polizei aber über Straftaten unserer Schüler informiert, ist neu“, so Jürgen Glaubitz, Schulleiter der Otto-Schott-Realschule. Deshalb werde sich auch nicht viel ändern, denn bei schwerwiegenden Delikten habe die Schule schon immer die Polizei informiert.

„Drogenhandel oder Diebstähle, das sind Sachen, die wir natürlich melden. Wie genau aber unsere Arbeit aussieht, wenn sich die Polizei bei uns meldet, werden wir sehen. Dann werden wir uns verstärkt um den straffälligen Schüler kümmern müssen“, sagt Jürgen Glaubitz, der zu bedenken gibt, „dass dann ein Schulpsychologe von Nöten wäre.“

„Ich verstehe den Erlass so, dass wir verstärkt präventiv tätig werden, um weitere Straftaten zu verhindern“, bekräftigt Erwin Essmann, Leiter der Hardenstein-Gesamtschule. „Ob die Schule das bewältigen kann, wird man sehen. Aber die Idee, andere Schüler vor gewaltbereiten Schülern zu schützen, ist natürlich richtig.“ Er trifft sich am 19. Oktober mit Vertretern der Polizei, um Maßnahmen zur Vorbeugung von Straftaten zu besprechen. Das Netz soll schließlich enger werden.

„Erste Erfahrungsberichte über die verstärkte Zusammenarbeit kann es aber wohl erst in einem halben Jahr geben“, so Essmann. Er halte aber Augen und Ohren offen. Auch Bärbel Faustmann von der Helene-Lohmann-Realschule ist gespannt: „Mal schaun, was da auf uns zukommt.“