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Das kleinste Museum der Welt

WITTEN Viele freundliche Gesichter lächeln im Hof und auf den Wiesen - doch nicht alle gehören leibhaftigen Menschen. Kein Wunder, das ist hier der Lechnerhof. Hier wohnt und arbeitet Christel Lechner, die „Mutter“ der Figuren, die jedes Kind in Witten kennt.

von Von Susanne Linka

, 12.10.2007
Das kleinste Museum der Welt

Christel Lechner mit einer ihrer neuen Figuren aus der Gruppe "Himmelsgucker".

Mehr als sonst herrschte dort am Donnerstag geschäftiges Treiben. Die Künstlerin und zehn Mitarbeiter bereiten die große Herbstausstellung vor, die heute um 17 Uhr beginnt.

„Im letzten Jahr waren 2000 Besucher hier“, ist Christel Lechner schon voll freudiger Erwartung. Den Großteil ihrer 20 neuen Figuren hat sie diesmal auf einer Wiese „inszeniert“.

„Ich arbeite mit der Entfernung und mit der Perspektive“, erläutert sie. Am Abend werden ihre „Himmelsgucker“ auf der Wiese mit Licht in Szene gesetzt. Alle Figuren richten ihren Blick nach oben. Das macht neugierig.

Alltagsszene - Zeichnung - Figur

  Fotos von Alltagsszenen verarbeitet die Künstlerin erst zu Zeichnungen. Dann zu Figuren. So sind auch die Seniorinnen, die in einer Ecke des Gartens gemütlich auf Bänken sitzen, lebendigen Vorbildern nachempfunden.

Neben Christel Lechner stellt auch ihre Tochter Laura am Wochenende großformatige Gemälde aus. „Warteraum“ heißt eine aktuelle Arbeit mit melancholischer Ausstrahlung. „Es soll sich jeder Betrachter selbst seine Gedanken dazu machen“, sagt Laura Lechner, die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert.

Inspiriert von einer Pilgerreise

Mit Anna David ist am Wochenende auch eine Freundin von Christel Lechner dabei. Sie lebt in Berlin und auf Mallorca, und zeigt interessante Collagen, - inspiriert von ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg - sowie kleine Objekte.

Gemeinsam mit Christel Lechner hat sie ihr kleinstes Museum der Welt, das „QM1“, in Szene gesetzt. Eine ein Quadratmeter große Telefonzelle, in der bunt bemalte Stümpfe von Weihnachtsbäumen ausgestellt sind. Davor warten Lechner-Figuren in einer Reihe. Die Gemeinschaftsarbeit soll 2008 mit den neuen Lechner-Figuren auf Städte-Tournee gehen.

Die Ausstellung (Stoltenbergstraße 15), an der auch Solveigh Lanwehr (Keramik), Ina Riepe (Malerei) und Ursula Weichselbaumer (Keramik) beteiligt sind, ist Freitag von 17 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr geöffnet.