Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Das nordkoreanische Atomprogramm

Washington/Peking. Nordkoreas Atomprogramm bereitet der internationalen Gemeinschaft seit Jahrzehnten Sorgen. Letzte Schätzungen beziffern die Anzahl von Atombomben auf zwischen zehn (südkoreanisches Verteidigungsministerium vom Januar 2017) und 21 (US-Organisation Institute for Science and International Security vom Juni 2016).

Das nordkoreanische Atomprogramm

Die nordkoreanische Atomanlage Yongbyon auf einem Satellitenbild aus dem Jahr 2004. Foto: Digitalglobe

In den 1960er Jahren wurde das Atomzentrum in Yongbyon errichtet. Etwa 20 Jahre später begann das kommunistische Land mit der Entwicklung von Atomwaffen. 1994 zog Pjöngjang seine Mitgliedschaft in der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach 20 Jahren zurück.

Februar 2005: Nordkorea bekennt sich erstmals zum Besitz von Atomwaffen. Es verpflichtet sich im September zwar zur Aufgabe seines Nuklearprogramms, stellt die Vereinbarung aber wenig später wieder infrage.

Oktober 2006: Nordkorea startet den ersten unterirdischen Atomtest. Die Vereinten Nationen verhängen Sanktionen gegen Nordkorea, die nach weiteren Tests in den Folgejahren immer wieder verschärft werden.

Mai 2009: Das abgeschottete Land unternimmt einen zweiten Atomtest.

Februar 2013: Pjöngjang startet einen dritten Atomtest.

Januar 2016: Das Land zündet nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich eine Wasserstoffbombe, deren Sprengkraft üblicherweise um ein Vielfaches stärker ist als bei einer Atombombe. Experten in Südkorea und anderen Ländern bestätigen den vierten Kernwaffentest, bezweifeln aber, dass eine Wasserstoffbombe detonierte.

September 2016: Pjöngjang testet zum fünften Mal einen Atomsprengkörper. Südkoreas Militär spricht von der bisher stärksten Explosion bei einem nordkoreanischen Atomversuch. Ende November verhängt der UN-Sicherheitsrat seine bislang schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea.

September 2017: Beim sechsten Atomwaffentest zündet Nordkorea nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe. Trotz verschärfter UN-Sanktionen feuert Pjöngjang eine weitere Rakete über Japan hinweg.

21. April 2018: Nordkoreanische Staatsmedien berichten, dass das Land seine Atomversuche und Tests mit Interkontinentalraketen aussetze. Zudem soll das Atomtestgelände Punggye-ri im Nordosten des Landes komplett geschlossen werden. Dort unternahm Nordkorea seine sechs Atomversuche.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Hintergründe

Nordkorea testet Washington im Atom-Poker aus

Seoul. Nordkorea will im Atomstreit mit den USA auf Augenhöhe verhandeln. Sein Atomprogramm will Kim doch nicht so leicht hergeben. Eine überraschende Pirouette des Machthabers - und der Ball liegt wieder in Washington.mehr...

Hintergründe

Zweckoptimismus gegen die Hilflosigkeit

Brüssel. Dem Atomabkommen mit dem Iran droht nach dem einseitigen Ausstieg der USA das Aus. Bei den Rettungsversuchen geht es nun vor allem um die Frage: Wie weit sind die Europäer bereit zu gehen?mehr...

Hintergründe

USA eröffnen Botschaft in Jerusalem

Jerusalem/Gaza. Die US-Botschaft ist nun in Jerusalem - Trump erfüllt ein zentrales Wahlkampfversprechen. Bei gewaltsamen Protesten werden Dutzende Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen. Doch wie wird dieser Tag die Region verändern - wenn überhaupt?mehr...

Hintergründe

Jerusalem: Heilige Stadt und Zankapfel

Tel Aviv. Die Stadt Jerusalem beherbergt bedeutende religiöse Zentren für Judentum, Islam und Christentum. Seit 1967 hält Israel neben dem westlichen auch den arabisch geprägten Ostteil. Der Status der Stadt ist eine der zentralen Streitfragen im Nahost-Konflikt.mehr...

Hintergründe

Gaza: Zwei Millionen Menschen in prekärer Lage

Tel Aviv. Der Gazastreifen liegt am Mittelmeer und grenzt im Norden und Osten an Israel sowie im Süden an Ägypten. Er wird von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas regiert.mehr...