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Dauerregen reißt Loch in die Kasse

Jubiläumskirmes

Für die Lütgendortmunder Jubiläumskirmes hatten die Veranstalter bereits am Montagmorgen nur noch zwei Worte übrig: "Fürchterlicher Flop."

LÜTGENDORTMUND

von Von Matthias vom Büchel

, 31.08.2010

„Es war einfach ätzend“, rutschte es Reinhard Sack von der Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine raus. Zwar hatten die Vereine an den Bierständen in weiser Voraussicht Zelte aufgestellt, da die Wetterprognose nichts Gutes versprach, doch die Zelte blieben leer. „Bei elf Grad macht’s eben keinen Spaß“, war auch Kirmesgastronom Wilhelm Mohrenstecher reichlich konsterniert. Denn auch wenn am Sonntag zeitweilig die Sonne vorbeischaute: Die Umsatzeinbußen vom Wochenende ließen sich nicht mehr korrigieren. Irgendwie stand die 650. Kirmes ja auch von Beginn an unter einem schlechten Stern. Die Eröffnungsredner wurden sozusagen gnadenlos ausgepfiffen. Nicht vom Publikum, aber von einer restlos überforderten Lautsprecheranlage. Verwundert mussten die Besucher dann beim ersten Gang über den Rummel feststellen, dass Lücken klafften. Zum Beispiel an der Theresenstraße, wo nur noch auf einer Straßenseite Stände zu finden waren.

Denn Ordnungsamt und Feuerwehr nahmen es in diesem Jahr bei der Bemessung der Rettungswege noch genauer als sonst: eine Konsequenz aus dem Love-Parade-Unglück in Duisburg. Für Schausteller Alwin Kleuser ist durch die Maßnahmen des Ordnungsamtes das Kirmesbild zu stark beeinträchtigt worden. „Hier wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, regt sich Kleuser auf. „So macht man die Kirmes kaputt.“ Hans-Peter Arens vom Schaustellerverband „Rote Erde“ gab sich moderater. Er hofft, dass für das kommende Jahr ein Kompromiss gefunden wird, der Sicherheit garantiert, aber auch die Interessen der Kirmesbeschicker berücksichtigt.

Gemeinsam mit Vertretern des Ordnungsamts und der Dass dieser Kompromiss so aussehen muss, dass künftig wieder ein attraktiver Kirmesrundgang möglich ist, wie Reinhard Sack es formuliert, ist für die Beschicker ein absolutes Muss. „Ich hatte zahllose Beschwerden der Besucher“, berichtet Sack. Die haben klipp und klar gesagt: „Wenn das hier so eine kleine Krümelkirmes wird, kommen wir nicht mehr.“