Börsen-Hoffnungen ruhen auf der beginnenden Berichtssaison

In der neuen Woche müssen sich Anleger am deutschen Aktienmarkt auf weiterhin schwierige Börsenzeiten einstellen. Denn die Vielzahl an Belastungsfaktoren der vergangenen Wochen ist noch lange nicht abgehakt.

, , 05.10.2018, 09:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem lange Zeit vor allem Risiken wie die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten hierzulande die Anleger verstimmten, gewann zuletzt die Sorge vor schneller steigenden Kapitalmarktzinsen die Oberhand. Auch die bislang ungelöste Brexit-Problematik und die hohe Verschuldung in Italien bleiben weiter ein Thema.

Am Freitag rutschte der Dax um 1,08 Prozent auf 12.111,90 Punkte ab. Auch die Bilanz für die ersten Handelstage im Oktober fällt damit negativ aus: Auf Wochensicht hat der deutsche Leitindex in ähnlicher Größenordnung verloren.

Ob die nun beginnende Berichtssaison den Knoten nun endlich zum Platzen bringt? Am Freitag läuten nun die Großbanken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo die Berichtssaison in den USA ein. Ebenfalls am Freitag folgt dann das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für September.

Aus Deutschland dürften vor allem die Daten zur Industrieproduktion am Montag Beachtung finden. Am Donnerstag legt die EZB das Protokoll ihrer letzten Sitzung vor.

Auf Unternehmensseite werden auch hierzulande in der kommenden Woche bereits einige Daten erwartet: So legt Cropenergies am Mittwoch endgültige Quartalszahlen vor, gefolgt vom Mutterkonzern Südzucker am Donnerstag. Dann öffnet auch der Verpackungsspezialist Gerresheimer seine Bücher für das abgelaufene Jahresviertel.

Zudem werden zwei Neuzugänge an den Börsen erwartet. Für den Dienstag steht in Frankfurt die Erstemission (IPO) des Online-Möbelhändlers Westwing an. Das Unternehmen, an dem der Investor Rocket Internet beteiligt ist, hatte den IPO um zwei Tage vorgezogen. Am Freitag folgt der Börsengang von Knorr-Bremse. Sollte der Hersteller von Bremsen für Schienen- und Nutzfahrzeuge alle angebotenen Aktien verkaufen können, wäre der IPO mit rund 4,2 Milliarden Euro ähnlich groß wie derjenige von Siemens Healthineers.