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Chor-Festival

Day of Song: Über 50.000 Kehlen im Ruhrgebiets-Sound

ESSEN 53 Städte, 50.000 Kehlen, ein Sound: Beim "Day of Song" haben Menschen in Dortmund, Lünen, Hamm, Essen und Co. das ganze Ruhrgebiet zum Klingen gebracht. Um Punkt 12.10 Uhr hat am Samstag die Musik alle Grenzen gesprengt.

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Mitglieder eines Chores singen am Samstag beim «Day of Song» in Oberhausen.

Eine Frau und ein Mädchen singen und spielen am Samstag beim "Day of Song".

Über 50.000 Kehlen vereint im Sound des Ruhrgebiets: Sänger aus 53 Städten haben am Samstag den zweiten rrvierweiten Gesangstag „Day of Song“ gefeiert. Um Punkt 12.10 Uhr wurden zu Live-Fanfaren auf dem Dach eines Modehauses in der Essener Innenstadt die vier Lieder „Glück Auf, der Steiger kommt“, „Day of Song“, „Heimat vieler Kulturen - Land of Hope and Glory“ und „Ein schöner Tag - Amazing Grace“ angestimmt. Dazu stiegen 1000 pinkfarbene Luftballons in den Himmel. Einige Menschen sind berührt, andere haben Tränen in den Augen. Anschließend sangen die Menschen überall dort weiter, wo gesungen werden kann - in Museen, Industriedenkmälern, Theatern, Konzertsälen, Altenheimen und Krankenhäusern. Insgesamt standen am Wochenende über 500 Gesangsveranstaltungen zwischen Unna und Xanten auf dem Plan. „Spaß und Mitsingen stehen dabei im Mittelpunkt“, sagt Sprecherin Hella Sinnhuber. „Die Klangfarbe der Konzerte ist so vielfältig wie die Region.“ Im Ruhrpott habe der Gesang an Wichtigkeit gewonnen. „Ja, es gibt eine Singbewegung. Da ist Lebensfreude zu hören.“

Schon vor dem offiziellen Beginn haben die Veranstalter eine „Klangbrücke“ zwischen dem Chortag des Essener Sängerkreises, dem Bistum Essen und dem evangelischen Stadtkirchentag geschlagen. Dazu erklangen die Lieder „Hejo, spann den Wagen an“ und „Dona nobis pacem“ im Kanon. Der Tag endet mit einem Sonnenuntergangskonzert am Gasometer in Oberhausen. Dort erwartet die Besucher allerdings eher Experimentelles. „Da sollen Klang- und Schallwellen erfahrbar gemacht werden“, sagt Sinnhuber. Dazu singt Gala-Sängerin Richetta Manager in der Industriekathedrale „Oh Lord, What a Morning“.Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Singen mit Kindern. Es gibt ein eigenes Liederangebot für Schulen und Kindergärten. Und auch die im Ruhrgebiet beheimatete Initiative „Kein Kind ohne Instrument“ hat sich eingebracht. Alleine in Dortmund haben sich über 6000 aktive Sänger zum internationalen Gospelkirchentag zusammengefunden. Aus dem Gesangsrausch kommt niemand raus: In einem Einkaufszentrum trugen Gospelsänger aus Deutschland, Skandinavien und den Niederlanden die Songs „Oh Happy Day“, „Hallelujah“ oder „Go, Tell It To the Mountain“ vor. 130 Chöre treten dabei auf neun Bühnen auf. Mit dabei sind unter anderem Nina Hagen und die Vokal-Pop-Band „Wise Guys“.

Auch andernorts klingt das Ruhrgebiet: Im Duisburger Theater gibt es ein Wunschkonzert, während das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen Orchesterkaraoke anbietet. Klassisch, aber katholisch wird es bei den Messfeiern zum Diözesanmusiktag in Essen, Oberhausen, Bochum, Gelsenkirchen und Schwelm. Bis tief ins Sauerland wird geträllert: Auch ein Chor aus Plettenberg schmettert mit. „Das ist einmalig in ganz Deutschland. Der Gesangsvirus hat sich längst über das Ruhrgebiet hinaus verbreitet“, meint Sinnhuber. Der „Day of Song“ war schon bei der Kulturhauptstadt 2010 mit 25.000 Teilnehmern eines der erfolgreichsten Großprojekte. Die Teilnehmerzahl hat sich bei der zweiten Auflage verdoppelt.

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