Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

De Maizière: Kölner Silvesternacht war "Wendepunkt"

Köln (dpa) Für Bundesinnenminister Thomas de Maizière war die Kölner Silvesternacht "vielleicht ein Wendepunkt in der Debatte um Flüchtlinge in Deutschland". Die deutsche Gesellschaft müsse einerseits offen für Neues bleiben, ihre Werte und Traditionen andererseits aber auch selbstbewusst vertreten.

De Maizière: Kölner Silvesternacht war "Wendepunkt"

Thomas de Maizière (CDU). Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

"Nur wenn wir selbst unsere Werte und Kultur schätzen und konsequent dafür eintreten, wissen Neuankömmlinge, was sie zu achten haben, und können den erforderlichen Respekt und die Begeisterung für unsere Lebensweise entwickeln", sagte der CDU-Politiker bei einer Diskussionsveranstaltung über Integration in Köln.

Dies könne nicht staatlich verordnet, sondern müsse im Alltag gelebt werden, sagte de Maizière. In der Silvesternacht waren viele Frauen vor und im Kölner Hauptbahnhof bestohlen und belästigt worden, überwiegend von Flüchtlingen nordafrikanischer Herkunft.

Niemand und ganz bestimmt nicht die Mehrheitsgesellschaft müsse in Deutschland auf liebgewonnene Traditionen verzichten, sagte de Maizière. "In Köln gehört natürlich der Weihnachtsmarkt dazu, aber auch der Karneval, Martinsumzüge, Currywurst, Schweinebraten, aber längst auch Döner und Falafel. All das bleibt nach wie vor Bestandteil unseres Lebens. Es liegt an uns, ob wir dies aus voreiliger Rücksichtnahme auf vermeintlich verletzte Gefühle aufgeben oder nicht." Wer nach einer bestimmten Religion lebe, erhebe für gewöhnlich noch lange nicht den Anspruch, sie anderen aufzuzwingen.

Menschen, die in Deutschland leben wollten, könnten sich weiterhin ihrer alten Heimat verbunden fühlen, sagte de Maizière. "Aber an erster Stelle sollten die Gesellschaft und das Land stehen, in dem und in der sie leben."

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...