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Debattieren will gelernt sein

QUERENBURG Der Hochschulsport bietet viele Sportarten – von Aikido bis Yoga. Eine Sportart, die an deutschen Unis immer beliebter wird, fehlte bislang in Bochum: das Debattieren.

01.10.2007

Deshalb hat sich jetzt an der RUB ein Debattierclub gegründet. Ab dem 15. Oktober trifft man sich immer montags in offener Runde. Die Debatte als Streitgespräch zwischen zwei Parteien ist den parlamentarischen Auseinandersetzungen nachempfunden. Sie läuft folgendermaßen ab: Zuerst wird das Thema festgelegt. Dann werden per Los die Rollen verteilt.

Je nach dem Debattierformat treten je drei oder vier Redner gegeneinander an. Sie haben 15 Minuten Zeit, um ihre Teamstrategie auszuarbeiten und die eigenen Reden vorzubereiten. Anschließend kommen die Parteien abwechselnd zu Wort, wobei die Regierung beginnt. Jeder Redner hat fünf bis sieben Minuten Zeit. Die Partei mit der überzeugenderen Argumentation hat gewonnen.

Skoft Skills trainieren

Das Debattieren ist also ein Spiel, bei dem rhetorisches Geschick und Argumentationskraft gefragt sind. Es geht nicht um die Darstellung der persönlichen Meinung, sondern darum, sich in die zugeloste Position hinein zu versetzen und aus dieser heraus neue Argumentationsstrategien zu entwickeln.

Man wird aber nicht nur als Einzelkämpfer gefordert. Auch das Teamplay muss stimmen, damit eine konsequente Argumentation durch Rollenaufteilung möglich wird. Durch das Debattieren trainiert man also eine ganze Palette von Soft Skills. Die Erfahrung, die man dabei mit Meinungsbildung und -beeinflussung macht, kann über den Beruf hinaus für alle Lebensbereiche wichtig sein.