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Dekabank mit Rekordabsatz

Frankfurt/Main. Das Wertpapierhaus der Sparkassen profitiert in der Zinsflaute von der Nachfrage nach Fonds und Zertifikaten. Auch beim Gewinn geht es für die Dekabank nach dem Einbruch ein Jahr zuvor wieder aufwärts.

Dekabank mit Rekordabsatz

Die Dekabank profitiert von der boomenden Nachfrage nach Fonds dank extrem niedriger Sparzinsen. Foto: Arne Dedert

Die Dekabank geht gestärkt in ihr Jubiläumsjahr 2018. Im vergangenen Jahr steigerte das Wertpapierhaus der Sparkassen seinen Gewinn und erzielte mit Fonds und Zertifikaten einen Rekordabsatz.

Auch in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres hielt die kräftige Nachfrage an. „Die Deka liefert auch im 100. Jahr ihres Bestehens einen stabilen, verlässlichen Ergebnisbeitrag für ihre Anteilseigner, die Sparkassen“, sagte Vorstandschef Michael Rüdiger in Frankfurt.

Im vergangenen Jahr stieg das wirtschaftliche Ergebnis der Deka um 8 Prozent auf 449 Millionen Euro. Als Gründe nannte das Institut ein höheres Provisionsergebnis und eine deutlich geringere Vorsorge für mögliche Kreditausfälle. 2016 hatte eine erheblich gestiegene Risikovorsorge vor allem für Schiffsfinanzierungen tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Das Ergebnis brach um knapp ein Drittel ein.

Die boomende Nachfrage nach Fonds dank extrem niedriger Sparzinsen bescherte der Deka im vergangenen Jahr einen Rekordabsatz. Das Institut, das zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, sammelte unter dem Strich 25,7 (Vorjahr: 16,9) Milliarden Euro an frischem Geld für Fonds und Zertifikate ein. 13,4 Milliarden Euro kamen von institutionellen Kunden wie Versicherungen und Pensionskassen. Auf das Geschäft mit Privatkunden entfielen 12,3 Milliarden Euro. Dabei hielt der Trend zu Fondsparplänen an. Unter dem Strich wurden 600.000 Sparpläne neu abgeschlossen und damit etwa doppelt so viele wie 2016.

Die gute Nachfrage hielt auch in den ersten beiden Monaten 2018 an. Den Angaben zufolge legten institutionelle Investoren und Sparer unter dem Strich 5,6 Milliarden Euro neu an, 1,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für mögliche Rückforderungen des Fiskus im Zusammenhang mit umstrittenen Aktiengeschäfte wies die Deka 64 Millionen Euro aus. Über „Cum-Cum“-Geschäfte konnten große Kunden aus dem Ausland Steuern auf Dividenden von deutschen Unternehmen umgehen. Bund und Länder hatten sich im vergangenen Jahr auf Kriterien zur Aufarbeitung der Altfälle verständigt. Das Steuerschlupfloch war 2016 geschlossen worden.

Für das Jubiläumsjahr zeigte sich Vorstandschef Rüdiger grundsätzlich zuversichtlich. „Ob sich das Anlegerverhalten weiter in Richtung Wertpapier, Fonds und Aktien bewegt, hängt allerdings stark von politischen Faktoren und regulatorischen Rahmenbedingen ab.“ Das Institut rechnet 2018 mit einem wirtschaftlichen Ergebnis leicht über dem Vorjahr.

Der Grundstein für die Deka war am 1. Februar 1918 mit der Gründung der Deutschen Girozentrale (DGZ) gelegt worden.

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