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Dem besten Freund die Pfote halten

BODELSCHWINGH Die einen lachen gerührt, den anderen entweicht ein tief empfundenes Mitleids-"Oooh!": Boxermischling Else sieht wirklich schlimm aus. Drei neonfarbene Bandagen um Kopf, Brust und Pfote, dazu noch ihr glanzäugiger Leidensblick - ein Glück, dass alles nur gespielt ist.

von Von Tilmann Abegg

, 02.10.2007
Dem besten Freund die Pfote halten

Arme Else. Doch zum Glück verbergen die Verbände und Binden keine Wunden bei dem Boxer-Mischling, sondern dienen nur zur Demonstration der richtigen Maßnahmen im Notfall.

Denn die zwei Dutzend Herrchen und Frauchen, die sich - ohne Wauwaus - jetzt zum Erste-Hilfe-Kursus für Hunde in der Westhausen-Grundschule eingefunden haben, sollen ja lernen, was man tut, wenn ihr Hund sich verletzt.

"Oberstes Gebot: Ruhe bewahren, auch wenn es schwer ist", empfiehlt Dr. Elke Killing. Jede Aufregung übertrage sich auf den Hund, so die Tierärztin, und "das kann bis zum Kreislaufkollaps führen".

Auch Selbstschutz sei für Hunde-Ersthelfer unverzichtbar, weil auch der vertraute Bello oft bissig wird, wenn's weh tut. Gutes Hilfsmittel: die Maulschlinge, die Dr. Killing ebenfalls an der lammfrommen Else demonstriert.

Sicherung der Unfallstelle, Erstdiagnose und provisorische Wundversorgung sind die weiteren Themen. Zu lernen und wissen gibt es da vieles: Wenn etwa beim Pfotenverband die Zehen nicht mit Watte oder Binden getrennt werden, kann es schnell zu Ekzemen kommen, erklärt Killing.

Überhaupt gelten bei Verbänden am Hund andere Regeln als bei Menschen - schließlich halten die bewegungshungrigen Vierbeiner trotz Verwundung selten dauerhafte Bettruhe ein. Ob Ohr, Schwanz, Pfote oder Brust, die Bandagen müssen so gelegt werden, dass sie nicht abrutschen können.

"Die Allflex-Binden halten gut, trotzdem sollte man sie zusätzlich mit Klebeband fixieren", rät Killing. Und mit diesen, relativ preisgünstigen, Binden (dazu noch ein Zeckenhaken) sei ein normaler Erste-Hilfe-Kasten auch für Hundenotfälle gut bestückt. Der nächste Kursus, der wieder in Zusammenarbeit mit der Hundeschule "Fiffi-Kurs" (Elses Heimat) das Thema "Alte Hunde" behandelt, ist für den Januar geplant.

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