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Demenzkranke mit Hörschädigung nicht anschreien

Köln (dpa/tmn) Leiden Demenzkranke auch an einer Hörschädigung, sollten Angehörige deutlich mit ihnen reden, sie aber nicht anschreien. Durch das Schreien würden die Wörter verzerrt und damit schwer verständlich.

Außerdem könne der Sprechende dadurch ärgerlich und ungeduldig wirken, was für den Betroffenen sehr unangenehm ist und Nervosität auslöst, erläutert das Kuratorium Deutsche Altershilfe (kda) in der Fachzeitschrift «Pro Alter». Für Demenzkranke sei es besonders schwer, den Verlust des Gehörs zu kompensieren. Kommen Demenzerkrankung und Hörprobleme zusammen, verstärkten sich diese oft gegenseitig.

Angehörige können durch ihr Verhalten die Kommunikation aber deutlich verbessern. Wichtig sei vor allem eine ruhige Umgebung mit möglichst wenig Hintergrundgeräuschen. Bevor der Demenzkranke angesprochen wird, sollte seine Aufmerksamkeit auf andere Weise, etwa durch Blickkontakt oder eine leichte Berührung, geweckt werden. Beim Sprechen ist es dem kda zufolge wichtig, dass der Demenzkranke den Mund und die Mimik gut erkennen kann. Dafür sollte der Sprechende nicht vor einer Lichtquelle stehen und seinen Mund beim Reden nicht verdecken. Eine deutliche Aussprache ist ebenfalls wichtig.

Auch wenn es schwer fällt, sollten Familienangehörige versuchen, möglichst geduldig und freundlich zu bleiben. Glauben sie, dass der Kranke die Worte nicht verstanden hat, sollten sie diese ruhig wiederholen, rät das kda.

Literatur: Kuratorium Deutsche Altershilfe, dazugeHÖREN - Türen öffnen zum hörgeschädigten Menschen mit Demenz. Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Pflegende, 9,80 Euro

Kuratorium Deutsche Altershilfe: www.kda.de

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