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Demokratie unter Affen: Makaken achten die Mehrheit

London/Paris (dpa) Makaken treffen viele Entscheidungen «demokratisch». Das haben französische Forscher erstmals bei zwei Gruppen dieser Affengattung nachgewiesen.

Das Forscherteam habe die Abstimmung in einem indonesischen Wildpark über vier Monate hinweg mit vielen Kameras beobachtet, sagte Projektleiterin Odile Petit von der Nationalen Forschungsorganisation CNRS in Strasbourg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Sie bestätigte damit einen Bericht des britischen Magazins «New Scientist» (Nr. 2670, S. 15).

Eine Affenhorde setzt sich den Forschern zufolge immer auf Initiative eines einzelnen Affen in Bewegung. Der Affe gehe ein Stück voraus, stoppe aber nach ein bis fünf Metern, um die Entscheidung der Gruppe abzuwarten. Gehe nun ein anderer Affe in die entgegensetzte Richtung und schlage eine alternative Beschäftigung vor, reihten sich die anderen hinter den beiden auf. Die ganze Gruppe folge schließlich dem Affen, der die Mehrheit der Tiere hinter sich versammeln konnte. Dabei spielten Geschlecht und Alter des Affen keine Rolle; selbst Jungtiere könnten die Horde hinter sich versammeln.

Normalerweise fallen Entscheidungen bei Affen wie bei anderen Säugetieren eher autoritär. Pferde haben zum Beispiel einen Leithengst; auch bei Berggorillas folgt die Gruppe immer dem dominanten, männlichen Anführer.

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