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Den Schmerz kontrollieren

Bochum "Würde am Lebensende - Recht auf palliative Begleitung."

29.10.2007

Unter diesem Thema stand die Auftakt-Veranstaltung des neu gegründeten Palliativnetzes Bochum im Museum. Ziel war es, interessierte Laien an das Thema heran zu führen, sowie über Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit zu informieren und das Palliativnetz Bochum zu präsentieren.

Zu den Partnern des neuen Netzes gehören u.a. der Hospizdienst Mandala, die Ambulante Hospizarbeit Bochum, die Ambulanten Dienste der Augusta-Kranken-Anstalt, Hospizverein Wattenscheid, das Hospiz St. Hildegard sowie die Familien- und Krankenpflege. Organisationen, die ohnehin mit Hospizarbeit zu tun haben - oder ab sofort zu tun haben werden.

Palliativ steht heute im Gegensatz zu kurativ (heilend). Die WHO definiert, dass Palliativversorgung die aktive, totale Pflege von Patienten sei, deren Krankheit nicht auf eine Behandlung anspricht. Die Kontrolle des Schmerzes (sowie anderer Symptome und Probleme) habe höchste Priorität. Ziel der Palliativpflege sei es, die bestmögliche Lebensqualität für Patienten, aber auch für ihre Familien zu erreichen.

Entsprechend diesen Zielen stellt sich das Angebot der Partner des Bochumer Palliativnetzes dar, die, so Dr. Thomas Hulisz, Leiter der Augusta Ambulanten Dienste, "durch Vernetzung und sehr enge Kooperation zukünftig die flächendeckende palliative Betreuung in Bochum sicherstellen werden."

Grundlage der Zusammenarbeit der Kooperationspartner, so der Info-Folder des Netzes, "ist eine umfassende Kommunikation untereinander und die Einbringung der jeweiligen Kompetenz ... unter Berücksichtigung des Patientenwillens."

Als Referent am Auftakt-Abend war unter anderem Klaus Kutzer anwesend (Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof a.D.). Der Leiter der Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" des Bundesjustizministeriums sprach über Selbstbestimmung am Lebensende.

Der Bochumer Schmerz-Spezialist Prof. Dr. med. Michael Zenz, Anästhesist, Klinikdirektor und Präsident der deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS), lieferte ebenso seinen Beitrag wie Dr. med. Jürgen Thomas, der als niedergelassener Allgemein- und Palliativmediziner Vorstandsmitglied im Palliativnetz Bochum e.V. ist.

Spendenkonto des Evangelischen Kirchenkreises Bochum, Sparkasse Bochum, BLZ 430 500 01, Kto.Nr. 1 310 762 - Stichwort: Palliativnetz