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Modetrends für Frühjahr und Sommer

Denim ist mal wieder da - lässig und charmant

Dortmund Die wilden Zeiten scheinen vorbei – zumindest modisch gesehen. Das bunt gemixte Styling weicht einem unkomplizierten, entspannten Look. Gleichzeitig propagieren die Designer für Frühling und Sommer eine feminine Silhouette. Kleider und Röcke haben Hochsaison. Und selbst der robuste Stoff Denim präsentiert sich auf einmal mit höchst weiblichen Attributen.

Denim ist mal wieder da - lässig und charmant

Die Jeans ist und bleibt ein Dauerthema. In diesem Sommer ist sie oft Taillenhoch geschnitten.

Bekannte Labels wie Louis Vuitton, Tod`s, Dries van Noten und nicht zuletzt Alexander McQueen haben dem Stoffklassiker Denim eine neue, feminine Seite abgewinnen können, ihn bestickt, zum Rock und sogar zum lässig sitzenden, aber taillenbetonten Jumpsuit verarbeitet. Bei Chanel gewinnt der Stoff einen ganz besonderen „blauen Charme“, weil gar nichts mehr an das speziell für die Arbeitswelt geschaffene, strapazierfähige Material erinnert.

Blazer favorisiert

TV-Moderatorin Maybrit Illner, für ihre Jeans-Vorliebe bekannt, machte bereits im „Jeans-Allover-Look“ in ihrer Talk-Sendung eine gute Figur und hob sich damit positiv und individuell ab vom Ton-in-Ton-Look vieler konventionell gekleideten Kolleginnen. Die (Fernseh-)Eleganz favorisiert offenbar Blazer mit passender Hose und farblich perfekt abgestimmtem Top. Um Missverständnissen vorzubeugen: Mit der Hose-Jacke-Kombination sind und bleiben Frauen auch weiter gut gekleidet. Der Blazer erfährt allerdings eine modische Veränderung: Er wird deutlich länger, ja manchmal sogar so lang, dass er, mit einem Gürtel versehen, sogar als (Mini-) Kleidchen fungieren könnte.

Zurück zum Stoff der blauen Mode-Träume. Natürlich muss niemand seine enge Lieblingsjeans in den hinteren Teil des Schrankes verbannen. Aber die neue Generation der Hosen ist mehr oder weniger ausgestellt und oft taillenhoch geschnitten. Das Label Diesel überzeugt allerdings mit einer Hosen-Variante, die auf den Hüften sitzt. Es gilt das Motto: Erlaubt ist das, in dem sich Mädchen und Frauen wohlfühlen.

Trend umschreiben

Der neue Blues ist nur ein (wenn auch trendbestimmendes) Thema der Sommer-Kollektionen. Ein Schwerpunkt liegt auf Röcken und Kleidern. Lang, wallend, romantisch sind Attribute, die den Trend umschreiben. Und bei den Maxikleidern und Midi-Röcken wird an großflächigen Prints nicht gespart. „So reich wie die Artenvielfalt auf einer Blumenwiese“ meinte das italienische Mode-Magazin „Flair“ in Bezug auf die Muster.

Es setzt sich bei den Dessins ein Trend des vergangenen Sommers fort: Paradiesisch bunt geht es zu, wenn die Temperaturen klettern. So manches knallig-bunte Teil aus der vergangenen Saison, das in den Kleiderschrank wanderte, kommt in dieser Saison noch einmal groß heraus.

Hippiekleider  in der Minderheit

Ob die Maxi- und Midi-Mode allerdings den Mini auf Westfalens Straßen zu verdrängen mag, ist (wieder einmal) offen. Der vergangene Sommer und Winter haben gezeigt: Die deutsche Frau hat meist die Hosen an. Das ist praktisch, erprobt und wenig spektakulär. Hippiekleider und Hosenröcke blieben in der Minderheit.

Einige der neuen hochsommerlichen Kleider scheinen mit ihrer Transparenz nicht gerade geeignet, um damit ins Büro, zu einem Meeting oder einem Stadtbummel aufzubrechen. Sie gehören eher auf die Promenade der Côte d’Azur, auf eine Piazza der Insel Capri oder zum abendlichen Date im sizilianischen Urlaubsort Taormina. Oder ist die neue feminine Linie nur gewöhnungsbedürftig?

Unterwäsche-Kleidchen 

Das gilt auch für die Slip Dresses, jene hauchzarten Kleider, die eher an Lingerie erinnern als ein officetaugliches Outfit. Die renommierte Mode-Zeitschrift Elle riet kürzlich ihren Leserinnen, die Kleidchen mit einem Pullover zu „entschärfen“. Ansonsten gehören die Unterwäsche-Kleidchen besser zum Party-Outfit oder die hauchzarten Tops unter einen Blazer. Daran hat sich auch 25 Jahre nach Madonnas damals als skandalös empfundenen Bühnen-Auftritt nichts geändert. Jean Paul Gaultier hatte das skandalträchtige Kostüm mit dem eistütenförmigen BH für den Popstar entworfen.

Es gibt einen Kleider-Trend, der für alle gemacht ist, die es weniger auffallend, sondern eher puristisch streng lieben: Toga-Kleider scheinen die Lieblinge einiger Nobel-Labels zu sein. In Schwarz oder Weiß schreiten die Frauen durch die warme Jahreszeit, zeigen eine freie, aber kühle Schulter und sind raffiniert gewickelt und drapiert in jede Menge Stoff. Der japanische Trendsetter Yamamoto zeigt eine auch sportliche Variante des antiken Vorbilds.

Aufgesetzte Taschen

Wer keinen Spaß an hochsommerlichen Blumenkleidern, eleganten wadenlangen Röcken verspürt, der kann bestimmt dem militärisch angehauchten Safari-Stil etwas abgewinnen. Khaki wirkt sportlich, nicht „fein gemacht“, und erweist sich auch im Stadt-Alltag als ausgesprochen strapazierfähig. Aufgesetzte Taschen, Ziernähte, Schnürungen und Reißverschlüsse prägen den Look. Die Farbnuancen von Sand bis Oliv wirken nicht aufdringlich.

Zwei Looks, die sich kontinuierlich durch viele Kollektionen ziehen. Und das seit Jahren. Ethno und Marine sind und bleiben mit einigen neuen Nuancen im Trend. Die Designer favorisieren wunderbare Erdtöne für Ethno-Muster. Nach Anleihen an mittel- und südamerikanische Vorbilder dominiert diesmal das Thema „Afrika“ die Kollektionen. Und auch hier gilt: Kleider und Röcke sind lang, figurumspielend, oft sogar wallend. Die Muster sind manchmal so dominant, dass sich sogar Modeschmuck als überflüssig erweist.

Maritimer Look 

Last not least: Marine. Gewünscht sind Streifen in allen Variationen, dazu weite Hosen, weiße Hemden, manchmal ein wadenlanger Rock. Es ist übrigens fast 100 Jahre her, dass die französische Modemacherin Coco Chanel den maritimen Look erfand. Inspiriert wurde sie dazu bei Kreuzfahrten übers Mittelmeer, die sie mit einem ihrer Liebhaber unternahm...

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