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Der Geist von 222 Jahren

BRECHTEN Neun Generationen hat das Haus am Widumer Platz 20 in 222 Jahren erlebt. Kein Wunder, dass die jetzige Eigentümerin Heike Schäfer glaubt, dass einer oder mehrere Vorfahren in ihren vier Wänden spuken.

von Von Petra Frommeyer

, 02.10.2007
Der Geist von 222 Jahren

Heike Schäfer und Ehemann Thorsten (links) freuen sich ebenso wie Schwester Ute Bauckelmann auf das rustikale Fest.

Die 37-Jährige und Ehemann Thorsten (40) nehmen die "Schnapszahl" zum Anlass, rund um das Fachwerkgebäude mit Anbau zu feiern. "Wir wollen das für einen guten Zweck tun. Wir kennen in der Umgebung zwei bis drei Familien mit behinderten Kindern, die wir unterstützen möchten", erzählen sie. "Denn mit 222 hat man doch keine Wünsche mehr."

Sammeltasse

Die später hoffentlich gut gefüllte Sammeltasse steht für das Fest am Samstag (6.10.) ab 15 Uhr und Sonntag (7.10.) mit dem Frühschoppen nach dem Gottesdienst schon bereit. Richtig rustikal soll es zugehen, wie bei der 200-Jahrfeier des Hauses mit den inzwischen verstorbenen Eltern Karin und Alfred Bauckelmann, an deren Tradition die Schäfers und Schwester Ute Bauckelmann anschließen wollen. Tolle Kindheitserinnerungen verbindet Heike Schäfer mit ihrem Haus, dem sie nur ganz kurz - für die anderthalb Jahre der Ausbildung - den Rücken gekehrt hat.

Sie kennt jeden Winkel und könnte, wenn sie wollte und es nicht spuken würde, mit Ehemann Thorsten auf 200 Quadratmetern verstecken spielen. "Es ist schon wirklich komisch. Manchmal gehen Türen von selbst auf oder es klappern plötzlich grundlos Schlüssel", erzählt das Paar.

Willkommen

"Wir wollen das nicht einfach abtun, schließlich sind fast alle Ahnen in diesem Haus gestorben ...". Eingeladen zur 222-Jahrfeier sind Freunde, Nachbarn und Verwandte. Sollte jemand so vorbeischauen, ist er natürlich auch herzlich willkommen. "Eine Geburtstagstorte wird es allerdings nicht geben, denn da kriege ich die Kerzen nicht drauf", scherzt die Brechtenerin.

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