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Der Service für Bürger schrumpft weiter

Bezirksverwaltungsstelle wieder zu

Trotz aller heftigen Proteste aus der Ortspolitik bleibt die Verwaltungsstelle Eving auch an diesem Freitag geschlossen. Nächste Woche öffnet sie „teilweise“ – nach Terminvereinbarung. Ab Juli gibt es weitere gravierende Einschränkungen.

EVING

von Von Petra Frommeyer

, 14.06.2012
Der Service für Bürger schrumpft weiter

Bei der Verwaltungsstelle in Eving stehen die Besucher auch an diesem Freitag vor verschlossenen Türen.

Und ab 1. Juli wird es weitere gravierende Einschränkungen bei den Diensten am Evinger Platz 2-4 geben. Denn dann wird dort das Hörder Modell greifen: Dienste in den Bereichen Personenstandswesen, Wohngeld und Versicherungsangelegenheiten werden ins Dienstleistungszentrum am Südwall verlagert.Gernot Willeke, stellvertretender Leiter der Bürgerdienste, nennt auf RN-Anfrage Beispiele: Heiraten ist nach wie vor in Eving möglich, die Anmeldung muss allerdings in der City erfolgen. Wohngeldanträge kann man in Eving abgeben, die Berechnung erfolgt in der Stadt.

 „Wir haben in diesen Bereichen seit Jahren sinkende Fallzahlen. In Eving waren hierfür drei Mitarbeiter gebunden. Mit dem Hörder Modell wurde eine Lösung gefunden, die Dienste in angemessener Form weiter zu erbringen“, meint Willeke.  Kraftfahrzeug- und Fahrerlaubnisangelegenheiten bleiben vor Ort in Eving. Doch hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn gerade in diesen Bereichen gibt es die dringendsten personellen Engpässe, die wie jetzt, eben ab und an auch zur Schließung der Verwaltungsstelle führen. In anderen Verwaltungsstellen scheint die Situation nicht entspannter zu sein, denn wenn beispielsweise in Brackel Personal abgezogen würde, müssten dort die Türen zu bleiben, sagt Willeke.Gegen den Vorwurf von Hans-Jürgen Unterkötter (SPD), die Verwaltung wolle die Verwaltungsstelle durchs Hintertürchen ausbluten lassen und torpediere Eving, wehrt sich Gernot Willeke. „Das Hörder Modell gibt es schon zwei Jahre. Wir haben es für Eving nur zurückgestellt, bis der Rat über die Zukunft des Bezirks entschieden hatte. Und das haben wir auch immer so transportiert.“  

 Am Evinger Platz wird es demnächst einen Umzug geben. Das Ladenlokal im Parterre (u.a. für Einwohnermeldeangelegenheiten) wird aufgegeben. Es sollen andere Räume im Haus bezogen werden, so Willeke. Die Frage, ob die Stadt angesichts der finanziell angespannten Lage überhaupt noch Interesse hat, bei der Zwangsversteigerung für das Verwaltungsstellengebäude mitzubieten, konnte sich Willeke nicht äußern. „Das ist Sache des Liegenschaftsamtes.“ In Eving sind künftig noch 7,5 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive Verwaltungsstellenleiterin Dorothee Lindemann- Güthe. 

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