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Der einheitliche Zahlungsverkehr startet lahm

Berlin (dpa/tmn) - Seit fast einem Jahr sollen Bankkunden statt der üblichen Überweisung auch die sogenannte SEPA-Überweisung nutzen können. Das Projekt steckt nach Zahlen des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin aber nach wie vor in den Kinderschuhen.

Der einheitliche Zahlungsverkehr startet lahm

IBAN statt Kontonummer: Mit der Vereinheitlichung des Zahlungsverkehr sollen Überweisungen in andere EU-Staaten leichter werden. (Bild: dpa)

Bislang seien von den rund 87 Millionen täglichen Überweisungen im europäischen Zahlungsverkehr gerade einmal ein bis zwei Prozent SEPA-Überweisungen, sagte Sprecher Thomas Schlüter. Die Zahlen stiegen aber kontinuierlich an. SEPA steht für den angestrebten einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum «Single Euro Payments Area». Zu diesem gehören die 27 EU-Länder sowie Liechtenstein, Norwegen, Island und die Schweiz.

Mit «SEPA» soll vor allem im internationalen Zahlungsverkehr in Europa vieles leichter werden - bislang wurden zum Beispiel Überweisungen oder Daueraufträge für die Stromrechnung des Ferienhauses am Mittelmeer durch lange Laufzeiten und nationale Unterschiede erschwert. Laut der Vorgabe muss eine SEPA-Überweisung - auch grenzüberschreitend - innerhalb von drei Tagen ausgeführt werden. Spätestens von 2012 an darf sie sogar nur noch einen Tag dauern.

Zwar gilt SEPA auch für Inlands-Überweisungen, aber gerade hier mangele es derzeit noch an Zuspruch: «Ausgerechnet die öffentliche Hand, die dieses Projekt gefordert hat, nutzt SEPA derzeit kaum», sagte Schlüter. Derzeit seien es vor allem noch Privat- und Geschäftskunden, die die SEPA-Überweisung im internationalen Zahlungsverkehr nutzen.

Nach der SEPA-Überweisung, die Bankkunden peu à peu die Verwendung eines neuen Formulares bringt, soll im kommenden Jahr die SEPA-Lastschrift folgen. Von November 2009 an soll sie für Kunden möglich sein. Damit können Kunden Rechnungen aus anderen europäischen Ländern ganz einfach von ihrem Konto abbuchen lassen - bisher war das nicht möglich. Wie die SEPA-Überweisung soll auch die Lastschrift parallel zum bisherigen System eingeführt werden.

Optisch wird sich am Verfahren kaum etwas ändern: «Bisher hat der Kunde dem Unternehmen eine Einzugsermächtigung ausgestellt, das wird auch weiter so laufen. Und wie das Formular dann aussieht, bleibt weiter im Ermessen der Unternehmen», erläutert Schlüter. Einziger Unterschied: Der Kunde muss dann seine internationale Kontonummer IBAN sowie die BIC, die internationale Bankleitzahl, eintragen.

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