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Der kleine Prinz und sein Zappelbruder

Drottningholm. Schwedens Königsfamilie meistert Taufen inzwischen ganz gelassen. Es ist ja auch schon die fünfte in rund drei Jahren. Nur dem Hauptdarsteller Gabriel wird es zwischendurch ziemlich unheimlich.

Der kleine Prinz und sein Zappelbruder

Prinz Alexander, der erste Sohn von Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia, wurde ebenfalls in der Schlosskirche von Drottningholm getauft. Foto: Jonas Ekstromer/TT NEWS AGENCY/Archiv

Auf Mamas Arm ist alles gut. Da vergisst Schwedens kleiner Prinz Gabriel die Tränen der Taufe in Windeseile. Augenblicke zuvor hat er sich kräftig erschreckt.

Erst rutscht der gerade drei Monate alte Mini-Prinz dem emeritierten Erzbischof Anders Wejryd fast aus dem Arm. Dann auch noch Wasser auf den Kopf. Das ist nicht nach Gabriels Geschmack - was er in der Schlosskirche von Drottningholm am Freitag auch kräftig mitteilt.

Doch mit Kindergeschrei kennt man sich aus in Schwedens Königshaus - es ist schließlich schon die fünfte Taufe in etwas mehr als drei Jahren. Spätestens seit der Feier für den Dauerschreihals Nicolas (2) dürfte irgendjemand immer einen Schnuller parat haben. Denn damals hatte die heute fünfjährige Prinzessin Estelle den Tag gerettet, indem sie ihren Cousin mit einem Nuckel beruhigte.

Gabriel, der zweite Sohn von Prinz Carl Philip (38) und seiner Frau Sofia (32), will einfach nur bei Mama sein. Seinen älteren Bruder Alexander dagegen hält nichts auf dem kleinen, mit blauem Samt überzogenen Stuhl zwischen seinen Eltern. Der Eineinhalbjährige flaniert durch die Gänge, einmal liegt er platt auf dem Boden. Dann steht er mit seinem blauen Anzug und einem Kinderbuch plötzlich vor dem schwedischen Regierungschef Stefan Löfven. Die Geste, die Arme ausgestreckt so weit es nur geht, hat er sich vielleicht von der Sängerin abgeschaut, die er vorher neugierig beobachtet hat.

Die anderen royalen Entertainer halten sich diesmal etwas zurück. Prinzessin Estelle sitzt, ganz erwachsen und konzentriert, auf ihrem Stuhl. Sie darf stolz das Taufwasser ins Becken gießen. „Alles“, fragt sie den Bischof zögerlich. Ja, alles. Dann hält sie ernst zum Segen die Hand über das Wasser - und huscht mit einem begeisterten Lachen zurück an ihren Platz. Ihr Bruder, der eineinhalbjährige Prinz Oscar, ist mürrisch drauf. Er bleibt ganz still auf dem Schoß von Mama Victoria (40) und bringt kein Lächeln über die Lippen.

Der eigentliche Quatschmacher der Familie, Prinzessin Leonore (3), die in New York geborene Tochter von Prinzessin Madeleine (35) und Christopher O'Neill (43), fehlt genau wie ihr Bruder Nicolas gleich ganz. Die Kinder hätten Jetlag nach einer Reise in die USA, sagt die Hofsprecherin der Zeitung „Svensk Damtidning“.

Ihre Mama wird Patentante des kleinen Gabriel, zusammen mit Sofias jüngerer Schwester Sara Hellqvist. Unter Madeleines rosa Kleid und Mantel kann man den Babybauch nur erahnen. Doch es ist längst bekannt: Im kommenden Frühjahr gibt es erneut Nachwuchs im Königshaus.

König Carl XVI. Gustaf (71) und Königin Silvia (73) genießen ihre bald sieben Enkelkinder sichtlich. Ganz stolz schauen sie, als Estelle bei der Taufzeremonie hilft. Und können sich auch bei den Mätzchen der Kids oft ein Lächeln nicht verkneifen.

In der schwedischen Thronfolge spielt der jüngste Spross Gabriel Carl Walther, wie der Kleine mit vollem Vornamen heißt, eine unwesentliche Rolle: Nach seinem Vater und dem großen Bruder belegt er den sechsten Platz. Deshalb können seine Eltern die Taufe auch etwas ungezwungener auf Schloss Drottningholm feiern, dem Wohnsitz des Königspaars.

Sofia trägt eine bunte schwedische Tracht mit passender Kappe. Das gab es Medienberichten zufolge bei royalen Taufen noch nie. Genau wie das muntere südafrikanische Lied, das kurz vor Schluss angestimmt wird.

Da lauschen die Kinder ganz fasziniert. Dann aber muss Prinz Carl Philip seinen zappeligen Alexander sogar noch durch die Kirchengänge jagen. Gabriel dagegen ist - Salutschüssen zum Trotz - auf Mamas Arm eingeschlafen.

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