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Der lange Rock ist ein Sommerklassiker

Frankfurt/Main/Dresden (dpa/tmn) Es ist paradox: Gerade, wenn es wärmer wird, werden die Röcke länger. Manche erklären das mit dem schönen, erfrischenden Gefühl des im Winde wehenden Rockes an den Beinen. Andere haben auch die Wirtschaftskrise in Verdacht.

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Ist der Maxirock eher schmal geschnitten, darf das Oberteil weiter sein, wie hier Marc O'Polo zeigt. Foto: Marc O'Polo

Eine derzeit trendige Variante des Maxirockes: der faltige Plisseerock. Mango zeigt eine Kombination mit locker sitzenden T-Shirt. Foto: Mango

Lässig, weit, für Hippiemädchen: Der Maxirock, hier von United Colors of Benetton, ist trotz seiner Länge ein Klassiker für die warmen Tage im Jahr. Foto: United Colors of Benetton

Die gewünschte Optik gleicht einer Sanduhr. Foto: Minx

In wirtschaftlichen Krisenzeiten werden die Röcke länger, heißt es. Das mag eine Erklärung sein, warum auf Deutschlands Straßen derzeit viele bodenlange, wallend-weite Beinkleider zu sehen sind. Die andere ist das Gefühl, das sie hervorrufen: Die schwingende Bewegung bringt selbst an heißen, windstillen Tagen eine frische Brise an die Beine, der wallende Stoff verstärkt den Hüftschwung. Die Frau fühlt sich darin sexy.

Maxiröcke sind schon seit den 70er Jahren immer wieder mal in Mode, wie der Stilberater Andreas Rose aus Frankfurt erläutert. «Der aktuelle Look ist eine elegante Adaption des verspielten Hippieschicks.» Die Modelle werden etwa mit T-Shirt, College-Jacken und großer Handtasche kombiniert. Eine derzeit sehr beliebte, edel wirkende Rockvariante sind teils durchsichtige Plisseeröcke in Bodenlänge. Doch die Personal Shopperin Silke Gerloff warnt: «Sie tragen an den Hüften auf und sollten unbedingt streng kombiniert werden, da sie sonst zu süßlich oder konservativ wirken.»

Die gewünschte Optik gleicht einer Sanduhr: «Die Röcke sind in der Taille schmal geschnitten und fallen sanft in leicht ausgestellter Schnittführung am Körper herunter», beschreibt Rose. Das Oberteil dazu sollte am besten schmal geschnitten sein, etwa eine taillierte Kurzarmbluse. Fällt der Maxirock eher gerade ab, könne das Top auch etwas weiter sein, sagt Simone Piskol, Einkaufsberaterin aus Dresden.

Marc O'Polo lässt zum Beispiel eine weite Bluse zum eher gerade geschnittenen Rock tragen, Mango zeigt das mit einem in Falten liegenden Plisseerock zum lässig weiten Shirt. Und United Colors of Benetton hat einen Hippierock im grünen Karomuster zur orangefarbenen Bluse kombiniert.

Die derzeit trendige Kombination ist langer Rock mit kurzem Oberteil. Bis maximal zur Pohälfte sollte dieses reichen, rät Piskol. Und wer sehr schlank ist, könne durch ein sehr kurzes, nur bis zur Hüfte reichendes Top auch die Taille betonen. Längere Oberteile werden am besten mit einem breiten Gürtel an Taillen- oder Hüfthöhe abgebunden, um die Sanduhr-Optik zu erzielen. Eine Alternative hierzu zeigt Minx: Zu dem roten Rock wird ein weißes längeres Shirt getragen, die Sanduhroptik dazu schafft eine auf Taillenhöhe gebundene Weste.

«Die langen Röcke passen mit ihrer akzentuierten Taille sowohl zu schlanken als auch zu kräftigen Figuren. Kleine Problemzonen an Hüfte und Oberschenkel werden durch die körperumspielende, fließende Schnittform galant kaschiert», erläutert Rose. Piskol ergänzt, dass die Modelle daher gleichermaßen etwas für die typischen Minirockträgerinnen, die jungen Mädchen, und für ältere Frauen seien, die längere Röcke bevorzugen.

Aber die schöne Decke für die heikelsten Problemzonen der Frauen stellt Bedingungen an die Körpergröße, erläutert Gerloff. «Für lange Röcke ist eine gewisse Körpergröße nötig.» Sie rät zum knöchel- oder bodenlangen Rock ab einer Größe von circa 1,70 Meter. Wer kleiner ist, sollte ein Modell mit einem Längsschlitz wählen. Simone Piskol rät zu den Röcken schon ab einer Körpergröße von circa 1,65 Meter. Sie findet: Kleinere Frauen sollten besser zu wadenumspielenden Modellen, schlanke Figurtypen auch gerne zu knieumspielenden Röcken greifen.

Die Modedesigner kombinieren die Röcke derzeit gerne mit flachen Schuhen, am besten Ballerinas oder Römersandalen. Doch optimal findet das Piskol nicht - gerade für Frauen mit ein paar Pfund zu viel sei das nicht so gut. «Höhere Schuhe machen den Gang graziler, die Bauchmuskeln werden angespannt, der Oberkörper gerader gehalten, und man schummelt mindestens zwei Kilo weg.» Sie rät zu Absätzen mit einer Höhe von vier bis sechs Zentimetern.

Ein Gummizug am Rockbund hat eigentlich Vorteile für fülligere Frauen - er dehnt, weitet und passt sich jeder Figur an. Doch ein Gummizug trägt auch auf, da um ihn herum mehr Stoff nötig ist, erläutert Simone Piskol, Personal Shopperin aus Dresden. Sie rät daher von Röcken mit Gummizug ab - vor allem, wenn das Oberteil eng anliegt und der Bund so noch betont wird.

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