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Deutens Damen steigen in die Verbandsliga auf

Tennis

Die Damen des TC Deuten haben am Sonntag mit dem Aufstieg in die Verbandsliga den größten sportlichen Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. In einem dramatischen Spitzenspiel der Münsterlandliga siegte Deuten gegen Werne zwar mit 7:2, musste aber in nahezu jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen.

DEUTEN

von Von Jan-Henning Janowitz

, 18.06.2012
Deutens Damen steigen in die Verbandsliga auf

Der Aufstiegssekt war schnell verspritzt, die Meister-T-Shirts rasch übergestreift, die Freude riesengroß.

Als am späten Abend der Aufstieg feststand, gab es an der Birkenallee kein Halten mehr. Die von Clubwirtin Christel Jungblut vorbereiteten Sektflaschen wurde in wenigen Sekunden leergespritzt, Geschäftsführer Matthias Wetterau tanzte zusammen mit der Mannschaft auf dem Platz, die Sportwarte Josef Jungblut und Tobias Jüttermann verteilten Glückwünsche und Jugendspielerin Lisa Wetterau ritt freudestrahlend auf dem Rücken von Deutens Niederländerin Marlou van Bussel über die Platzanlage.

Dass der Jubel am Ende kaum Grenzen kannte, hatte seine Gründe in der engen Partie, die den Mädels aus Deuten alles abverlangte. Am Samstag brach sich die etatmäßige Nummer zwei Julia Pietzko (Foto) den Finger und fiel aus. Ein Schock für Deuten vor dem Endspiel. Eileen Brinsa (2) und Nicole Heinz (4) gingen jeweils über die volle Distanz und mussten fast drei Stunden auf dem Platz stehen. Während Brinsa gewann, verlor Heinz knapp. In überragender Form präsentierten sich Marlou van Bussel (3), Daphne Visscher (1) und die erst 14-jährige Sophie Röttlingsberger (6). Alle drei konnten ihre Spiele nach hartem Kampf gewinnen und begeisterten die vielen Fans an der Birkenallee restlos. Melanie Spriewald musste sich auf der Fünf geschlagen geben.

Der 4:2-Zwischenstand nach den Einzeln war komfortabel, siegessicher konnte sich Deuten aber nicht sein. Zu hart waren die Einzelpartien, zu knapp die Ergebnisse. Doch Mannschaftsführerin Melanie Spriewald ging bei der Doppelaufstellung keine Kompromisse ein. Im ersten Doppel wurden die beiden bärenstarken Holländerinnen gestellt und machten ihre Sache glänzend. Glatt in zwei Sätzen brachten Visscher und van Bussel den Sieg nach Hause und auf Deutens Terrasse wurde das Duo aus dem Nachbarland mit „Hup-Holland-Hup“-Rufen frenetisch gefeiert. Dass auch Heinz/Brinsa und Spriewald/Röttlingsberger am Ende den Platz als Sieger verließen, hatte zwar nur noch statistischen Wert, verdeutlicht aber, dass sich Deuten bis zum Schluss voll in die Partie reinhängte.

„Es war ein historischer Tag für den TC Deuten. Verbandsliga in der offenen Klasse ist für einen Dorfverein wie uns schon eine ganz starke Sache“, freute sich Melanie Spriewald, „aber genau darin lag in dieser Saison unsere Stärke. Im Dorf hält die Familie fest zusammen. Das hat diese Mannschaft ausgezeichnet, die sich den Platz in den Vereinsgeschichtsbüchern redlich verdient hat.“ 

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