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Deutlich mehr HIV-Infektionen bei schwulen Männern

DÜSSELDORF Die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Aids-Erreger HIV ist unter schwulen und bisexuellen Männern in NRW im vergangenen Jahr drastisch angestiegen. Fast 500 Menschen dieser Gruppe steckten sich an - eine Zunahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Deutlich mehr HIV-Infektionen bei schwulen Männern

Mehr schwule Männer infizieren sich mit HIV.

Dies berichtet die Aidshilfe NRW am Dienstag in Düsseldorf. Hintergrund sei weniger eine wachsende Sorglosigkeit, sondern vielmehr der Vormarsch anderer Geschlechtskrankheiten wie Syphilis. Solche Vorerkrankungen schwächten die Körperabwehr und öffneten dem HI-Virus Tür und Tor. Die Aidshilfe plant, landesweit Schnelltests für HIV in Schwulen-Saunen und anderen Szene-Treffs anzubieten. Darüber hinaus will sie auch die Beratung im Internet ausbauen.

Aufgabe der Berater sei es auch, gefährlichem Halbwissen zu begegnen, sagte der Landesgeschäftsführer der Aidshilfe, Dirk Meyer. „Immer wieder wird gesagt: “Kaum ein Mensch stirbt an Aids.“ Dem ist nicht so.“ Trotz deutlich verbesserter Behandlungsmöglichkeiten seien im vorigen Jahr 130 Menschen in NRW an Aids gestorben. „40 Prozent von ihnen hätten nicht sterben müssen, wenn sie ihr Testergebnis rechtzeitig gewusst und sich in Behandlung begeben hätten.“ Auch um hier gegenzusteuern, sei der Schnelltest ein wichtiges Instrument. „Man muss nicht sechs Tage warten, sondern kann in einer halben Stunde ein Ergebnis bekommen.“ Helfer klären auch über das Risiko auf, dass eine Infektion zu frisch sein kann, um erkannt zu werden.

Aktionen mit Test-Angeboten gebe es bisher nur in vereinzelten Großstädten wie Düsseldorf. Die neue Präventionsmaßnahme soll im Laufe des kommenden Jahres anlaufen. Zudem will die Aidshilfe vor allem dank ehrenamtlicher Helfer im Internet verstärkt Fragen zu Infektionen beim Sex beantworten. Das Netz habe sich als Kontaktbörse etabliert, daher müssten die Beratungsangebote auch hier Präsenz zeigen.

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