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Deutsche Autobauer trotzen dem schwachen US-Markt

Detroit (dpa) Die deutschen Autobauer haben im Juni dem Abwärtstrend auf dem US-Markt erneut getrotzt. Daimler, Volkswagen und BMW legten gegen den Trend zu.

Deutsche Autobauer trotzen dem schwachen US-Markt

BMW zielt mit seiner neuen 7er-Reihe vor allem auf den schwierigen US-Markt und auf China.

Bei Audi und Porsche ging es beim Absatz zwar nach unten, aber deutlich geringer als bei den US- Konkurrenten, wie am Freitagabend bekannt wurde. General Motors (GM), Ford und Chrysler verzeichneten erneut deutliche Absatzeinbrüche. Beim japanischen Konkurrenten Toyota, inzwischen Nummer zwei auf dem US-Markt, gingen die Verkaufszahlen ebenfalls kräftig zurück.

Vor allem Daimler glänzte mit einem zweistelligen Plus: Die Stammmarke Mercedes-Benz legte gegenüber dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent auf fast 21 000 Neuwagen zu. Einschließlich dem in den USA neu eingeführten Zweisitzer smart stieg der Absatz sogar um ein Viertel auf über 23 000 Fahrzeuge. VW legte um vier Prozent auf knapp 20 000 Autos zu, BMW um zwei Prozent auf 29 000 Fahrzeuge. Dabei gewann aber nur der Kleinwagen Mini hinzu. Seine starken Zuwächse konnten den leichten Rückgang bei der Marke BMW mehr als ausgleichen. Bei der VW-Tochter Audi ging der Absatz dagegen um 4,5 Prozent auf 6800 Fahrzeuge zurück. Porsche verkaufte in den USA 3100 Sport- und Geländewagen, drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Einen herben Rückschlag verbuchte dagegen Marktführer GM: Der Absatz auf dem Heimatmarkt brach um 27 Prozent auf 235 000 Fahrzeuge ein. Damit litt GM deutlich stärker als die Hauptkonkurrenten Ford und Toyota. Die Japaner verkauften mit gut 197 000 Fahrzeugen zwölf Prozent weniger in den USA als ein Jahr zuvor, bei Ford ging der Absatz um 13 Prozent auf 156 000 Neuwagen zurück. Beide Unternehmen konnten damit trotz der Einbußen ihren Abstand zum Marktführer verkürzen. Bei Chrysler sank der Absatz mit 29 Prozent auf 98 000 Fahrzeuge dagegen noch stärker als bei GM.

Vor allem schwere Geländewagen und Pickup-Trucks verkauften sich weiter schleppend. Allein beim meistverkauften Ford-Modell, dem Pickup-Truck der F-Serie, brach der Absatz um ein Fünftel ein. Mit 45 000 Fahrzeuge verkaufte Ford allein von diesem Modell aber weiter mehr Autos in den USA als VW und Daimler zusammen. Chrysler verbuchte bei seinem Pickup-Truck Dogde Ram sogar einen Einbruch um mehr als ein Viertel auf gut 21 000 Wagen.

Punkten konnten die Autobauer dagegen mit Klein- und Kompaktwagen: Toyota Corolla, Ford Focus, VW Golf und der Mini von BMW verkauften sich deutlich besser als vor einem Jahr. Auch der smart von Daimler kommt in den USA weiter gut an. Im Juli wurden hier von dem Zweisitzer fast 2600 Wagen ausgeliefert. Seit Markteinführung im Januar lieferte Daimler 14 000 smart in die USA. GM verkaufte vom in den USA ebenfalls seit Januar angebotenen Opel-Schwestermodell Saturn Astra gut 1500 Fahrzeuge.

Bei Mercedes-Benz legten vor allem C- und E-Klasse zu. Audi litt dagegen unter dem schwachen Absatz des Geländewagen Q7, dem zweitwichtigsten Modell auf dem US-Markt. Im Juli halbierte sich der Absatz auf 800 Fahrzeuge. Beim wichtigsten Modell A4 blieb der Absatz weitgehend stabil. In den USA verkauft Audi noch die alte Version des A4. Der in Europa bereits eingeführte Nachfolger soll hier ab September bei den Händlern stehen. Am Freitag gab Audi auch die US- Listenpreise bekannt: Ab 32 700 US-Dollar (20 900 Euro) wird der neue A4 hier zu haben sein.

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