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Deutsche Botschaft in Pjöngjang: Leben in der Abschirmung

Pjöngjang. Die Bundesrepublik Deutschland unterhält seit 2001 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea. Die deutsche Botschaft liegt in der Hauptstadt Pjöngjang und dort im Diplomatenviertel Munsu-dong, in dem sich auch zahlreiche Auslandsvertretungen anderer Länder befinden.

Deutsche Botschaft in Pjöngjang: Leben in der Abschirmung

Deutsche Botschaft in Pjöngjang: In dem Gebäudekomplex war früher die Vertretung der DDR untergebracht, die schon seit 1949 diplomatische Beziehungen mit Nordkorea unterhielt. Foto: Auswärtiges Amt

In dem Gebäudekomplex war früher die Vertretung der DDR untergebracht, die schon seit 1949 diplomatische Beziehungen mit Nordkorea unterhielt und zu den wichtigsten Partnern des Landes im damaligen Ostblock gehörte. Nach der deutschen Wiedervereinigung eröffnete die Bundesrepublik dort zunächst eine Interessenvertretung.

In dem nach außen bewachten Block befinden sich auch die Botschaften Schwedens und Großbritanniens. Frankreich hat dort ein „Kooperationsbüro“. In dem Block ist auch die Residenz des deutschen Botschafters Thomas Schäfer, angeschlossen ist ein großer Garten. In der Residenz empfängt er auch oft Gäste aus Deutschland, Nordkorea und anderen Ländern. In der Botschaft arbeitet eine niedrige einstellige Zahl entsandter Diplomaten - genauere Angaben werden aus Sicherheitsgründen nicht gemacht.

Das Diplomatenviertel ist weitgehend abgeschirmt vom Rest der Stadt, so dass sich das Leben innerhalb und außerhalb dieses Geländes sehr voneinander unterscheidet. Die Diplomaten, die im „diplomatic compound“ wohnen, empfangen Satelliten-TV und haben freien Zugang zum Internet - für die normalen Bürger Pjöngjangs ist Surfen im Internet in der Regel unmöglich. 

Abgesehen von einigen verbotenen Vierteln können sich die Diplomaten in der Hauptstadt relativ frei bewegen. Mit dem Dienstwagen können sie auch privat aus Pjöngjang herausfahren. Die Ein- und Ausreise wird an der Stadtgrenze streng kontrolliert. Doch mit dem Diplomatenpass werden die Diplomaten normalerweise durchgewunken.

Auf den Landstraßen gibt es bestimmte „Korridore“, die befahren werden können. Nicht alle Landesteile sind zugänglich. Bestimmte Orte kann man nur mir vorheriger Genehmigung besuchen. Oft fährt der Botschafter mit dem Auto über die Grenze nach China, um sich dort mit Materialien, Essen oder sonstigen Artikeln einzudecken. 

Der Botschaft ist besonders daran gelegen, die Kontakte zum Gastgeberland zu pflegen. So hat sich Deutschland in den vergangenen Jahren in Nordkorea stark engagiert. Das zeigen auch Projekte zahlreicher deutscher Organisationen etwa der Welthungerhilfe oder politischer Stiftungen.

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