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Deutsche Industrie schwächelt

Wiesbaden (dpa) Die deutsche Industrie schwächelt. Im Juni sanken die Umsätze der Branche, die als Pfeiler der Wirtschaft gilt, zum fünften Mal in Folge. Gegenüber dem Vormonat ergab sich saison- und arbeitstäglich bereinigt ein Minus von 0,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Deutsche Industrie schwächelt

Schweißarbeiten: Die jüngsten Daten aus der Industrie sind schlechter ausgefallen als erwartet. (Symbolbild)

Vor allem das Geschäft mit den wichtigsten Abnehmern, den europäischen Nachbarn, läuft schlecht. Der Auslandsumsatz sank insgesamt um 0,9 Prozent, wobei der Absatz in die 15 Länder des Euro-Raums um 5,2 Prozent schrumpfte. Der Umsatz im Inland gab um 0,7 Prozent nach.

Dank des guten Starts ins neue Jahr ist die Bilanz im ersten Halbjahr noch positiv. Arbeitstäglich bereinigt lagen die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 4,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Industrie kämpft seit einigen Monaten mit Problemen, weil die Konjunktur in mehreren europäischen Ländern vor einer Rezession steht. Die Folgen der Finanzmarktkrise, der starke Euro und der hohe Ölpreis bremsen die Volkswirtschaften Europas.

Die jüngsten Daten aus der Industrie sind schlechter ausgefallen als erwartet und haben Konjunkturängste ausgelöst. Das verarbeitende Gewerbe hatte im Juni 2,9 Prozent weniger Aufträge als im Mai erhalten - das war der siebte Rückgang in Folge. Vor allem aus dem Ausland sackten die Aufträge ab. Auch die Produktion stieg im Juni nur noch minimal. Volkswirte rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft - auch wegen des Abschwungs in der Industrie - im zweiten Quartal um 0,5 bis 1,0 Prozent geschrumpft ist.

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