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Studie

Deutsche haben das Vertrauen in den Euro verloren

München Die Schuldenkrise in Europa verunsichert die Deutschen weiter. Viele Menschen haben Angst vor Inflation und steigenden Kosten - und auch das Vertrauen in den Euro bleibt auf einem ziemlich niedrigen Niveau. Vor allem junge Menschen misstrauen der europäischen Währung.

Deutsche haben das Vertrauen in den Euro verloren

Das Vertrauen der Deutschen in den Euro ist gering. Die Schuldenkrise verunsichert gerade junge Menschen. Foto: Sebastian Kahnert

Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Allianz Bank. Zwar wächst das Vertrauen in die Stabilität des Euro insgesamt im Vergleich zur letzten Umfrage im Dezember leicht um 2 Punkte auf 32 Prozent, doch nach wie vor hat somit nicht mal ein Drittel ungetrübtes Zutrauen in den Euro.

Immerhin 31 Prozent der Befragten haben kein oder kaum mehr Vertrauen in die Stabilität der gemeinsamen Währung. Die Mehrheit von 38 Prozent kann sich nicht wirklich entscheiden. Insgesamt kommen die Meinungsforscher zu dem Ergebnis: je älter die Befragten, desto größer ist das Vertrauen in die Stabilität des Euro. Die Befragung des Instituts zwischen dem 23. und 25. Mai fand allerdings vor der Zuspitzung der Lage in Spanien in den vergangenen Tagen statt. Immerhin, die Zuversicht der Deutschen für die Entwicklung der Wirtschaft ist mit 56 Prozent zwar ein wenig geringer als im Dezember. Eine deutliche Mehrheit rechnet aber weiter mit Wachstum.

Deutlich trister schätzen die Befragten allerdings ihre eigene Lage ein. Trotz der guten Daten vom Arbeitsmarkt und der an sich guten Lage der deutschen Wirtschaft, schrumpft wohl das verfügbare Einkommen. Nur noch 15 Prozent (-3) reicht das Geld zum Sparen und dazu, sich Konsumwünsche zu erfüllen. 20 Prozent sagen, ihr Geld reiche zwar, um sich ab und an «etwas zu gönnen», zum Sparen bleibe aber nichts übrig. 11 Prozent kommen mit ihrem Geld gerade so über die Runden - können aber weder Sparen, noch Konsumwünsche erfüllen. Die Mehrheit von 39 Prozent sagt, das Geld reiche «im kleinen Maße», um sich dann und wann etwas zu gönnen und zumindest etwas zu sparen.

Wenn sich die Deutschen aber etwas gönnen wollen, dann geben sie Geld am liebsten für Reisen aus. Das sagen immerhin 63 Prozent und damit 2 Punkte mehr als im Dezember. Insgesamt schränken die Befragten ihre Wünsche aber deutlich ein. 58 Prozent würden Geld für die Verschönerung ihrer Wohnung ausgeben (-8), 56 Prozent für Kleidung oder Schuhe (-9) und 51 Prozent fürs eigene Hobby (-8). Zugleich rechnen 82 Prozent damit, dass sie für ihre Lebenshaltung künftig mehr bezahlen müssen. Etwas abgenommen hat die Furcht davor, dass die Inflation das Vermögen aufzehrt. Das fürchten aktuell noch 42 Prozent, im Dezember waren es noch 46 Prozent.

Für die Umfrage der Allianz Bank «Money Trends» wurden Mitte Mai 510 Menschen ab 18 Jahren befragt, die in ihrem Haushalt über finanzielle Fragen entscheiden oder aber mitentscheiden.

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